11.03.2020 - 13:41 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Kein Sperrbezirk im Landkreis Tirschenreuth

Fast drei Jahrzehnte hat Helmut Standfest an der Spitze des Imkervereins Tirschenreuth und Umgebung gewirkt. Dafür wurde er jetzt zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Helmut Standfest wurde zum Ehrenvorsitzenden der Imker ernannt. Im Bild (von links) Helmut und Rita Standfest und Vorsitzender Martin Fischer.
von Autor HÄProfil

Gut besucht war die Jahreshauptversammlung des Imkervereins Tirschenreuth und Umgebung im FC-Heim. Darüber war Erster Vorsitzender Martin Fischer, der seit einem Jahr an der Spitze der Imker steht, sichtlich erfreut.

Fischer berichtete über das vergangene Bienenjahr, die Saison begann ja sehr früh. Die Blütenhonigernte bezeichnete er als gut bis sehr gut. Auch die anschließende Sommerernte könne als gut bezeichnet werden. Beim Einsetzen der Waldtracht mussten die Imker immer wieder feststellen, dass dieser nicht zu schleudern bzw. schlecht zu schleudern war.

Der Vorstand besuchte auch verschiedene Fach-Veranstaltungen wie den Bayerischen- und Oberfränkischen Imkertag, die Kreis- und Herbstversammlung und Fachvorträge. Auch an Veranstaltungen der Stadt Tirschenreuth war man beteiligt.

356 Bienenvölker

Der Mitgliederstand beträgt nach drei Beitritten aktuell 45 Personen, diese haben 356 Bienenvölker. Erfreulich war für Fischer auch die Feststellung, dass der Landkreis im Bezug auf die Faulbrut-Problematik "sporenfrei" ist, es gibt auch keinen Sperrbezirk. Durchaus gut besucht war im Berichtsjahr auch der Imkerstammtisch im Frühstücksraum des Hotels Seenario an jedem zweiten Freitag in den Monaten Mai, Juni und Juli, wobei immer aktuelle Themen angesprochen worden sind. Den Imker-Stammtisch will man auch weiterhin abhalten. Der Vorsitzende Martin Fischer bat um Mitteilung von E-Mail-Adressen der Mitglieder, sie dienen zur schnelleren Kommunikation innerhalb des Vereins. Kassier Helmut Weiß berichtete von geordneten Finanzen des Imkervereins.

Sehr umfangreich war dann das Referat des Bienenfachwarts Alexander Hirschmann-Titz aus Amberg zum Thema "Neuerungen in der Varroa-Behandlung." Die Varroa-Milbe gehört zu den größten Bedrohungen der westlichen Honigbiene. Die Liste der Varroa-Behandlungsmittel ist groß und teilweise etwas verwirrend. Die Behandlungsmittel können wie bisher beim Zweiten Vorsitzenden Helmut Standfest telefonisch unter 09631/3222 bestellt werden. Da die Bestelllisten spätestens am 30. März an den Kreisvorsitzenden übermittelt werden müssen, ist eine umgehende Bestellung erforderlich.

Urkunden und Ehrennadeln

Umfangreich war auch der Tagesordnungspunkt Ehrungen. Bei den Bienenzüchtern gibt es sogenannte Probe-Imker, sie werden nach zwei Probejahren zu Freizeit-Imkern ernannt. An Karl Wild und Johannes Gradl konnte der Vorsitzende Martin Fischer diese "Ernennungsurkunden" überreichen. Eine Urkunde und Ehrennadel in Bronze für 15 Jahre Mitgliedschaft erhielten Harald Frank, Matthias Müller, Winfried Schaller und Manfred Scheffler.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft gab es eine Urkunde und Ehrennadel in Silber für Ludwig Gradl, Franz Langner und Hubert Schrems, bereits 40 Jahre ist Hubert Bäuml im Vereins, er erhielt neben der Urkunde die Ehrennadel in Gold. Bereits 55 Jahre ist Xaver Gleißner Mitglied und Erhard Hamann sowie Wolfgang Malzer schafften sogar die 60 Jahre, sie erhielten eine Flasche Sekt dazu.

Eine besondere Ehrung erfuhr der Zweite Vorsitzende Helmut Standfest. Er war fast 30 Jahre an der Spitze des Imkervereins und gab das Amt erst vor einem Jahr an Martin Fischer ab. Für seine langjährige, treue und vorbildliche Tätigkeit wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt, für seine Gattin Rita gab es einen Blumenstrauß.

Treue Mitglieder wurden bei der Jahresversammlung der Imker ausgezeichnet (von links): Winfried Schaller, Karl Wild, Hubert Schrems, Ludwig Gradl, Wolfgang Malzer, Erhard Hamann, Xaver Gleißner und Vorsitzender Martin Fischer.
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