02.12.2019 - 12:06 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Kinder spielen und tanzen in Tirschenreuth für Notleidende in Peru

Nahezu 30 Kinder zeigten im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes ihr musikalisches Können. Die kleinen Kreismusikschüler spielten traditionell für arme Kinder in Peru.

Dito Rodriguez (stehend am Klavier) spielte sehr sicher mit seinem Klavierlehrer Helmut Burkhardt "The most wunderful Time of the Year". Carol Bischoff (re.) half beim Umblättern der Noten.
von Ulla Britta BaumerProfil

Traditionell gibt die Kreismusikschule am ersten Adventswochenende ein Benefizkonzert für Kinder in Not. Das Besondere daran: Die jüngsten Schüler der Einrichtung musizieren erstmals vor großer Kulisse. Der Große Sitzungssaal im Landratsamt ist immer gut gefüllt. Eltern, Großeltern und Geschwister wollen den großen Auftritt der kleinen Musiker nicht versäumen.

Spende aus dem Rathaus

Beim Kreismusikschulkonzert "Kinder spielen für Kinder in Not" dürfen die kleinen Schüler beweisen,, dass sie fürs große Publikum bereit sind.

Kreismusikschulleiter Tobias Böhm freute sich auch diesmal über viele Gäste. Dass das eine oder andere Kind vielleicht beim Spiel einen kleinen Ausrutscher machen werde, sei der Pfeffer, der dem Geschehen hier die Würze verleihe, sagte er. Bürgermeister Franz Stahl erzählte lachend von seinem Flötenspiel als kleiner Bub. Und dass er so gar nicht begabt dafür gewesen sei. Stahl hatte für Inge Pannrucker, die den Erlös des Konzertes über den Kinderschutzbund Tirschenreuth an die Hilfsorganisation weiterleitet, eine Spende dabei.

Inge Pannrucker erzählte von Peru und der großen Bildungseinrichtung, die über diese Spenden jährlich mitfinanziert werde. In Peru, 20 Flugstunden von Tirschenreuth entfernt, gebe es eine Schule, ein Waisenhaus und eine Lehrwerkstätte, die mit Geld von guten Menschen gebaut worden sei. Nun wolle man auch eine Kinderkrippe aufbauen für die Kinder der Mütter, die in der Lehrwerkstätte den Beruf Schneiderin oder Bäckerin erlernten.

In die Herzen gespielt

Die Kinder spielten sich anschließend in die Herzen der Zuhörer. Die Kleinsten, die noch nicht einmal sechs Jahre alt waren und schon etwas erfahrenere Musikschüler boten ein abwechslungsreiches Programm. Viele Instrumente waren zu hören, darunter Geige, Trompete, Akkordeon und allem voran das Klavier. Sie spannten den Bogen von klassischen Weihnachtsliedern bis hin zu relativ unbekannten adventlichen Weisen.

Mit dabei war diesmal auch Sylvia Brauneis mit einigen ihrer jüngsten Ballettschülerinnen, die zum Lied "In der Weihnachtsbäckerei" von Ralf Zuckowski erste Tanzformationen aufführten. Nach dem beinahe zweistündigen Konzert hatten sich die Nachwuchsmusiker eine Belohnung verdient.

Nikolaus überreicht "Gage"

Prompt kam nach einem herzlichen Danke an die jungen Interpreten von Tobias Böhm die Überraschung zur Tür herein: Es war der Nikolaus, der als "Gage" zuckersüßen Gaben an die jungen Künstler verteilte.

Lehrerin Viktoria Obermaier hat ihre zwei jüngsten Schüler aus ihrer Akkordeonklasse für das Konzert vorbereitet. Vinzenz Heyd spielte zwei winterliche Volkslieder.
Vor allem viele Klavierschülerinnen und -schüler bewiesen sich am Instrument. Scützenhilfe gaben ihnen ihre Musiklehrer und -lehrerinnen.
Charlotte Wunderer, eine Trompetenschülerin von Kreismusikschulleiter Tobias Böhm, ist erst sechs Jahre alt.
Beim Anblick dieser winzigen "Bäckerinnen", die mit ihrer Ballettlehrerin Sylvia Brauneis einen sehr süßen Tanz aufführten, ging jedem zuschauer das Herz weit auf.
Was Jonas Pöll gemeinsam mitr Lehrerin Viktoria Obermaier vorspielte, war gewiss nicht von schlechten Eltern. Auch dieser junge Mann hat daheim sicherlich fürs Konzert viel geübt.
Klavierlehrerin Margit Sollfrank (vorne) begleitete ihre kleinen Schüler, um ihnen beim Spiel mehr Sicherheit zu geben. Kreismusikschulleiter Tobias Böhm (li.) hörte bei jedem Kind wohlwollend und aufmerksam zu.
Viele Gäste, darunter auch zahlreiche Geschwister der Musikschüler, waren zum Benefizkonzert gekommen.
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