08.10.2019 - 13:55 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Komplexe Operationen im Krankenhaus Tirschenreuth möglich

Die Chefärzte des Krankenhauses Tirschenreuth stellten niedergelassenen Medizinern das Spektrum ihres Hauses vor. Dabei setzen sie vor allem auf Kooperation.

Professor Karl-Heinz Dietl (Chefarzt Allgemeinchirurgie), Krankenhausleiterin Claudia Kost, Dr. Mathias Kappl (kommissarischer Leiter Anästhesie), Dr. Alexandra Barthmann (Chefärztin Traumatologie, spezielle Chirurgie, Endoprothetik) , Dr. Svend Hofmann (Sektionsleiter Unfallchirurgie), Dr. Josef Pova (Innere Medizin) und Dr. Rafael Ulrych (Chefarzt Innere Medizin, von links) informierten die niedergelassenen Ärzte über das Spektrum am Krankenhaus Tirschenreuth.
von Externer BeitragProfil

Die Chefärzte verwiesen auf viele Neuerungen, die moderne Ausstattung und höchste medizinische Qualität am Krankenhaus in der Kreisstadt. Dr. Josef Pova versprach einen Einblick auf das, wie Patienten der nördlichen Oberpfalz und darüber hinaus derzeit und zukünftig in Tirschenreuth behandelt und versorgt werden können.

Dr. Alexandra Barthmann, Chefärztin der Klinik für Traumatologie, spezielle Chirurgie und Endoprothetik, erläuterte die verschiedenen Herausforderungen, die sowohl bei Erst- als auch bei Revisionseingriffen in der Endoprothetik bestehen würden. Hierbei handle es sich um medizinisch anspruchsvolle Patienten. Dem begegne man in Tirschenreuth mit einer klaren Strategie: "Wir leben ein interdisziplinäres Miteinander zwischen verschiedenen Abteilungen und entwickeln für jeden Patienten einen individuellen Therapieansatz." Die Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten sei für den weiteren Behandlungsverlauf daher unverzichtbar.

Einen ähnlichen Ansatz verfolge man auch in der Klinik für Innere Medizin, erklärte Chefarzt Dr. Rafael Ulrych. Er hob die moderne Ausstattung der Abteilung mit der neuen Funktionsdiagnostik hervor, die vor einigen Monaten in Betrieb ging: "Wir haben zwar ein kleines Spektrum, müssen uns vor Häusern mit einer vergleichbaren Größe aber nicht verstecken."

Das liege auch an der engen Zusammenarbeit mit Dr. Josef Pova, der zur Jahresmitte aus dem Gesundheitszentrum Waldsassen nach Tirschenreuth gekommen ist. Er berichtete vom geplanten Aufbau einer Akutgeriatrie vor Ort. Dadurch wolle man sich auch der demographischen Entwicklung stellen. Auch er stellte den interdisziplinären Ansatz bei der Behandlung von Herz- und Nierenschwäche, Diabetes, Hypertonie und ähnlichen Erkrankungen als elementar hervor.

Dr. Svend Hofmann, Sektionsleiter Unfallchirurgie, gab einen Überblick über die Möglichkeiten der Versorgung in der Traumatologie. Neben Sportverletzungen gehören dabei auch die Behandlung von Osteoporose-bedingten Erkrankungen und Fußerkrankungen zu seinem Hauptspektrum: "Unser Ziel ist immer, schnellstmöglich die Funktionalität wieder herzustellen."

Einen besonderen Fokus auf Kooperation setzte auch Dr. Mathias Kappl, der kommissarische Leiter der Anästhesie und Intensivmedizin. Er stellte unter anderem das breite Spektrum der Anästhesie heraus: "Wir bieten unseren Patienten - vom Kleinkind bis zu hochbetagten Senior - fast alle Narkosearten an."

Besonders aufmerksam verfolgt wurden laut Pressemitteilung die Ausführungen von Professor Dr. Karl-Heinz Dietl, der seit 1. Oktober auch die Allgemeinchirurgie am Krankenhaus Tirschenreuth leitet (wir berichteten). Er betonte, dass auch in Tirschenreuth komplexe Operationen möglich seien und der Weg nicht immer nach Weiden oder in andere Häuser außerhalb der nördlichen Oberpfalz führen müsste. "Wir wollen, dass die Patienten gerne zu einer Operation ins Krankenhaus Tirschenreuth kommen, weil sie sich hier bestens versorgt fühlen", so der Mediziner.

Im Anschluss hatten die niedergelassenen Ärzte noch Gelegenheit, mit den Kollegen des Krankenhauses ins Gespräch zu kommen. Dabei wurden Lob, aber auch Kritikpunkte und Wünsche klar artikuliert - aber genau dies sei auch der

Zweck einer solchen Informationsveranstaltung gewesen, so Krankenhausleiterin Claudia Kost. Wichtig sei, dass der Patient im Krankenhaus Tirschenreuth an erster Stelle stehe und man großen Wert auf die Zusammenarbeit mit Ärzten der Region lege. Deshalb gebe es auch einen weiteren Termin Mitte Oktober für alle Mediziner, die nicht an der ersten Veranstaltung teilnehmen konnten.

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