Wie nennt man ein Gespräch, dessen Ausgang schon einen Tag vorher per Pressemitteilung verkündet wird? Ergebnisoffen wohl nicht. So war das Ergebnis des lange erwarteten Krankenhausgipfels mit der Gesundheitsministerin in München keine Überraschung. Die Notärzte wurden angehört, doch die Kliniken Nordoberpfalz (KNO) ziehen ihre Umbaupläne für Tirschenreuth wie beschlossen durch, massenhafte Proteste hin oder her.
Die Erkenntnis ist bitter, aber nicht neu: Im Gesundheitswesen entscheidet die Finanzierbarkeit. Und dabei zeigt jeder mit dem Finger auf den anderen. Der Bund schiebt die Schuld auf das Land und umgekehrt. Die kommunalen Krankenhausträger schieben die Schuld auf beide. Die Bürger schieben die Schuld auf alle drei, aber das hilft ihnen nichts: Sie stehen am Ende der Kette. Sie müssen die Folgen durch längere Rettungswege und weniger medizinisches Angebot vor Ort ausbaden. Den Letzten beißen die Hunde, wobei ein Landkreisbewohner mit einer tiefen Fleischwunde wohl künftig in eine weiter entfernte Klinik muss.
Alle Akteure müssen auf allen Ebenen alles tun, um den Menschen zu erklären, wohin sie mit welchen Krankheiten und Verletzungen künftig sollen – und wie sie auf schnellstem Weg dorthin kommen. Wo sind die Rettungswagen und Hubschrauber, wo die Intensiv- und Normalbetten, wo ist das Notfall- und Pflegepersonal? Und wie kann man den Angehörigen helfen, weit entfernt versorgte Patienten zu erreichen? Die bayerische Gesundheitsministerin sieht die Bevölkerung im Landkreis Tirschenreuth nicht schlechter versorgt durch die Umstrukturierung der KNO. Das wäre jetzt sehr umfangreich zu beweisen.















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