29.04.2021 - 17:38 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Kreis Tirschenreuth: Hoffnung auf Biergarten-Besuch

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Seit fast 250 Tagen haben die Gaststätten im Kreis Tirschenreuth geschlossen. Die stabile Coronalage macht eventuell die Öffnung der Außengastronomie möglich. Das Landratsamt hat zumindest beim Gesundheitsministerium angefragt.

Das Landratsamt Tirschenreuth veröffentlicht wöchentlich aufsummierte Zahlen der Corona-Infektionen pro Gemeinde. Nicht in dieser Grafik angezeigt wird ein tschechischer Fall, der noch zu Beginn der Krise bei den Gesamtzahlen erfasst wurde.
von Martin Maier Kontakt Profil

Seit über zwei Wochen liegt die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Tirschenreuth unter 100, am Donnerstag gab das Robert-Koch-Institut den Wert mit 75 an. Daher klopft das Landratsamt momentan ab, ob eine Öffnung von Biergärten möglich ist. Dies bestätigte Landratsamt-Pressesprecher Wolfgang Fenzl auf Nachfrage: „Wir sind bereits mit dem Staatsministerium in Kontakt, ob wir aufgrund unseres aktuellen Infektionsgeschehens für solche weitere Öffnungsschritte das Einvernehmen erhalten können.“ Einen Zeitplan nannte er nicht.

Landrat Roland Grillmeier hatte in den sozialen Medien einen entsprechenden Vorstoß angekündigt. Die entsprechende rechtliche Vorgabe liefert die aktuelle Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Nach ihr sind weitere Öffnungsschritte möglich, sofern die 7-Tage-Inzidenz von 100 nicht überschritten wird, die Entwicklung des Infektionsgeschehens stabil oder rückläufig erscheint und das Gesundheitsministerium hierzu das Einvernehmen erteilt. Konkret erwähnt wird beispielsweise die Öffnung der Außengastronomie mit vorheriger Terminbuchung und negativem Testnachweis.

Keinen Hotspot

Die Coronalage beurteilt das Gesundheitsamt trotz aller bisherigen Lockerungen als stabil. Es gebe aktuell keinen Hotspot. In den vergangenen sieben Tagen meldete die Behörde 58 Covid-19-Fälle aus 20 von 26 Gemeinden. Die meisten Erkrankungen wurden in Tirschenreuth (16) verzeichnet. Mit Blick auf die Einwohnerzahl waren diesmal besonders Falkenberg (3), Fuchsmühl (3), Pechbrunn (4) und Plößberg (5) betroffen. „Um einen Wiederanstieg der Fälle zu vermeiden bzw. eine weitere Verringerung der Fallzahlen zu erreichen, ist es besonders wichtig, die AHAL-Regel (Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen, regelmäßig Lüften) weiterhin strikt einzuhalten“, appelliert das Gesundheitsamt. In der Behörde arbeiten momentan 63 Personen. Zu Hochzeiten im Januar waren es 82.

Die Mutationsrate betrug in der letzten Kalenderwoche im Landkreis 80 Prozent. Dabei habe es sich ausschließlich um die britische Variante gehandelt. Früher seien auch schon andere Virusvarianten nachgewiesen worden, „darunter befanden sich aber keine besorgniserregende Virusvarianten“.

Noch keine Gurgel-Pooltests

Noch immer nicht gestartet sind die Gurgel-Pooltests in den Schulen. „Es sind hier zahlreiche Vorarbeiten notwendig. Es fehlt uns nach wie vor die Freigabe durch das Bayerische Gesundheitsministerium“, schreibt dazu Fenzl. Seit der Wiedereröffnung der Schulen habe es bisher drei bestätigte positive Fälle bei den Schülern gegeben. Von den Lehrern/Schulpersonal sei bisher niemand positiv getestet worden.

Das Landratsamt meldete am Donnerstag zehn Corona-Neuinfizierte. Davon waren bereits sieben in Quarantäne. Zudem steht wegen eines positiven Falls eine Krippengruppe des Kinderhauses Pechbrunn unter Quarantäne.

Außerdem gab es einen Todesfall zu beklagen. Dabei handelte es sich um eine Person (Mitte 80) mit Vorerkrankungen. Die Zahl der Corona-Toten steigt dadurch auf 263.

Die Coronakrise aus Sicht der Schüler

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