Unglaublich, was so alle passiert, wenn in Venedig eine Nacht anbricht. Im Kultursaal Plößberg und auf der Kettelerhausbühne in Tirschenreuth erzählte das Ensemble des Musiktheaters der Kreismusikschule (KMS) Tirschenreuth davon, wie das Fischermädchen Annina (Gertrud Hankl/Julia Thoma) sich erfolgreich gegen den Herzog von Urbino (Lutz Beckmeyer) wehrt, der meint, unsterblich in sie – Barbara (Regina Glaßl) – verliebt zu sein. Nur, Annina ist nicht Barbara. Das Fischermädchen ist mit der Gondel zum Maskenball nach Venedig gefahren, weil Barbara heimlich zu ihrem Geliebten wollte.
Der Gondoliere war ausgerechnet Caramello (Bernhard Müller), Leibbarbier des Herzogs und Geliebter von Annina, der auch nichts vom Verwechslungsspiel wusste. „Eine Nacht in Venedig“ geizt nicht mit Liebeleien, Leidenschaften, Verirrungen und Intrigen. Dargestellt von den Musiktheatermitwirkenden bot die KMS an den beiden ersten Tagen der diesjährigen Tournee durch den Landkreis dem Publikum einen Augen- und Ohrenschmaus im Gesamtpaket. Leiterin Laura Demjan erzählte eingangs kurz vom Erfolg der Premiere und dass der Auftritt im Kettelerhaus wegen der Doppelbesetzung eigentlich für einige noch einmal eine Premiere sei.
Bunte Kostüme
Aufregung oder gar Lampenfieber konnten die zahlreich erschienen Zuschauer aber nicht ausmachen. Die Sängerinnen und Sänger schmetterten im Duett, im Chor und Solo die Geschiche von „Eine Nacht in Venedig“ in die Säle. Das war dermaßen schön anzuhören und wegen der bunten Kostüme anzuschauen, dass es sich das Publikum nicht nehmen ließ, regelmäßig Zwischenapplaus zu spenden.
Wer die Operette kennt, kennt auch ihren Humor. Es gab viel zum Schmunzeln. Leider war der Kettelerhaussaal nicht voll, dabei gab es diese Operette kostenlos gegen eine freiwillige Spende zu erleben. Was das Ensemble, von den Darstellern, dem Team hinter den Kulissen über die Kindergruppe bis hin zu den Tänzerinnen des KMS-Balletts in Sachen Operette bietet, sucht seinesgleichen. Großartig war bei der Premiere auch die Livemusik des musikalischen Leiters Cezary Antkowiak und des Schlagzeugers Max Schmidkonz, die mit nur zwei Instrumenten gefühlt ein komplettes Orchester vertraten.
Weitere Aufführungen
Zwei Stunden Operette gibt es nicht nur zweimal. Weitere Aufführungen sind am 26. April um 17 Uhr im Pfarrheim Wiesau, am 9. Mai um 19 Uhr in der Stadthalle Waldsassen und am 10. Mai (Muttertag) um 17 Uhr im Pfarrheim Mitterteich. Weiter geht es am 16. Mai um 19 Uhr in der Stadthalle Erbendorf, am 17. Mai um 17 Uhr im Mehrzwecksaal Brand und am 21. Juni um 17.30 Uhr auf der Seebühne im Fischhofpark.

















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