Einmal mit Papst Franziskus in Rom während eines Gottesdienstes im Petersdom singen: Das könnte für den "KreuzerChor" Wahrheit werden. Dazu muss er einen Chor-Wettbewerb, der von Klassik Radio ausgeschrieben worden ist, gewinnen. Chorleiterin Brigitte Kreuzer hat nicht einmal damit gerechnet, dass es ihr 21-köpfiges Ensemble, das sich vor allem sakraler Musik widmet, ins Finale dieses Wettstreits schaffen könnte.
Ihr Sohn Christian hörte im Klassik Radio vom "Deutschen Chorgipfel 2018" und meldete den Frauenchor an. Große Chancen rechnete sich Brigitte Kreuzer bis dahin nicht aus. "Wir haben uns da nie beteiligt. Das ist das erste Mal. Bewerben konnte sich jeder Chor", berichtet die Leiterin. Die Formalitäten waren relativ schnell erledigt. Es mussten aber auch Hörproben eingesandt werden.
Am Dienstag flatterte der Dirigentin nun eine überraschende E-Mail ins Haus. Der "Kreuzer-Chor" habe es in die Top 46 geschafft und sei im Finale, so war dort zu lesen. Damit ist nun die erste Hürde geschafft. Nun aber gilt es, jede Menge Fans, Freunde und Gönner im Netz zu finden. Das große Voting findet auf einer Internetplattform von Klassik Radio statt. Bis 4. November besteht die Möglichkeit, über die Chöre abzustimmen.
"Je mehr Fans und Freunde am Voting teilnehmen, umso mehr Stimmen kann jeder Chor ergattern", ruft Klassik Radio die Chöre zur aktiven Teilnahme am Wettbewerb auf. "Für uns als sakraler Frauenchor wäre das ein großer Meilenstein in unserer Chorgeschichte", hofft Brigitte Kreuzer auf große Unterstützung. Ihr ist durchaus bewusst, dass die Konkurrenz nicht schläft. Deshalb ist sie natürlich auch ein wenig aufgeregt.
Und sie ist sich unsicher, ob das Ziel für den Chor überhaupt zu erreichen ist. "Es machen auch junge Chöre mit. Die Jugendlichen sind extrem fit im Netz und uns beim Voting meilenweit voraus", meint sie. Aber Brigitte Kreuzer ist keine, die gleich aufgibt. Sie will es jetzt wissen und bittet deshalb alle Freunde und Fans des "Kreuzer-Chors" ins Netz zu gehen und für das Ensemble zu stimmen. "Das dauert nur fünf Minuten. "Vielleicht gewinnen wir und dürfen den Landkreis international vertreten in einem Gottesdienst beim Papst." Für Brigitte Kreuzer würde ein himmlischer Traum in Erfüllung gehen.













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