Tirschenreuth
10.07.2026 - 13:05 Uhr

Krippentradition in Tirschenreuth in Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen

Finanz- und Heimatminister Füracker hat in Nürnberg zehn lebendige Traditionen in Bayern ausgezeichnet. Auch die Krippentradition Tirschenreuth gehört dazu und ist nun immaterielles Kulturerbe.

Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (Dritter von links) übergibt die Urkunde zur Aufnahme der Krippentradition in Tirschenreuth in das Bayerische Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes. Bild: StMFH/Christian Blaschka
Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (Dritter von links) übergibt die Urkunde zur Aufnahme der Krippentradition in Tirschenreuth in das Bayerische Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes.

In einer feierlichen Zeremonie im Heimatministerium Nürnberg hat Finanz- und Heimatminister Albert Füracker zehn lebendige Traditionen in Bayern ausgezeichnet. Darunter befindet sich auch die Krippentradition Tirschenreuth, die für ihre einzigartigen geschnitzten Krippen bekannt ist. Diese Tradition, die seit dem frühen 19. Jahrhundert besteht, wird in der Weihnachtszeit in Familien, kirchlichen und städtischen Einrichtungen sowie im städtischen Museumsquartier gepflegt. Besonders hervorzuheben sind die lokalen Bezüge bei der Gestaltung der Krippenfiguren und -landschaften, informiert das Ministerium in einer Pressemitteilung. Zur Tradition gehört in Tirschenreuth auch das gegenseitige „Krippenschauen“ in der Nachbarschaft.

Anerkennung für kulturelles Erbe

Füracker betonte bei der Urkundenübergabe am Donnerstag, 9. Juli, die Bedeutung des immateriellen Kulturerbes für die Gesellschaft. „Unser immaterielles Kulturerbe ist ein wertvoller Schatz, der unsere Gesellschaft prägt und zusammenhält“, sagte er. Die lebendigen Traditionen und das vielfältige Wissen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, bereichern seiner Einschätzung nach das gesellschaftliche Leben, wirken identitätsstiftend und machen Bayern einzigartig. „Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Leidenschaft und Kreativität die Menschen hier ihre Bräuche und Fertigkeiten bewahren und weiterentwickeln“, so der Minister laut Pressemitteilung. Die Aufnahme in das Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes sei eine Anerkennung für das außergewöhnliche Engagement der Menschen, die diese Traditionen bewahren und weiterentwickeln. Insgesamt gibt es heuer 21 Neuaufnahmen, für Südbayern fand die Auszeichnung bereits im Juni in München statt.

Seit 2003 stellt die Unesco immaterielle kulturelle Ausdrucksformen in den Fokus der Öffentlichkeit. Deutschland ist seit 2013 Vertragsstaat des Unesco-Übereinkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes. In Bayern gibt es ein eigenes Landesverzeichnis, das nun 103 Eintragungen umfasst. Die nächste Bewerbungsrunde für das Verzeichnis startet voraussichtlich im April 2028. Informationen zum bundesweit einheitlichen Bewerbungsverfahren finden sich im Internet unter www.ike.bayern.de. Interessierte und Antragsteller können sich bei der Beratungs- und Forschungsstelle Immaterielles Kulturerbe Bayern informieren und beraten lassen (ike[at]volkskunde.badw[dot]de).

Diese Meldung basiert auf Informationen des Heimatministeriums und wurde mit Unterstützung durch KI erstellt.

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