Die geballte Kompetenz der Museen im Landkreis war kürzlich im Museumsquartier vertreten, um das Programm vorzustellen. Von den aktuell elf Einrichtungen machen diesmal sechs Museen bei der landesweiten Präsentation mit. Erstmals wurde heuer ein gemeinsamer Flyer hergestellt, mit der im Landkreis geworben wird. Entstanden ist ein Programm für die ganze Familie. Bei allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei. Lediglich im Geschichtspark Bärnau sind zum regulären Eintritt zusätzlich noch zwei Euro für die Führung zu entrichten.
Kulinarik im Museum
Bürgermeister Franz Stahl wusste, dass für viele Menschen die lange Nacht der Museen einen Höhepunkt im Veranstaltungskalender des Jahres darstellt. Die verstärkte Zusammenarbeit bezeichnete er als richtig und wichtig. Dank galt den Kommunen, die sehr viel für die Museen leisteten. Jede Einrichtung habe ein Alleinstellungsmerkmal. Wie gerne die Menschen das Angebot annehmen, verdeutlichte der Bürgermeister mit einem Blick auf das Wochenende zur Eröffnung der Fischwochen, als fast 1600 Menschen ins Museumsquartier nach Tirschenreuth kamen. "Ein Museum verändert sich im Laufe eines Jahres, es gibt immer wieder was Neues zu entdecken", sagte Stahl.
Ikom-Stiftland-Vorsitzender Roland Grillmeier nannte das Museumsquartier die Keimzelle der gemeinsamen Museumsarbeit im Landkreis. Schon wiederholt habe er festgestellt: "Kulinarik und Museum, das passt." In der gemeinsamen Präsentation der langen Museumsnacht sah Grillmeier das i-Tüpfelchen der landkreisweiten Zusammenarbeit. Dass am 18. Oktober sogar der Bus "Der mim Board" fährt, nannte er einen weiteren Meilenstein. "Ich hoffe nur, dass dieses Angebot auch angenommen wird."
Zoigl und Kalkbrennen
Barbara Habel, Fachkraft der Museumsfachstelle der Ikom Stiftland, stellte das Programm vor. Auftakt ist am Freitag, 11. Oktober, wenn das Stiftlandmuseum Waldsassen von 18 bis 22 Uhr einlädt. Angeboten werden ein "Museumszoigl" und deftige Brotzeiten in der alten Zoiglwirtschaft im Keller des Hauses. Zur Unterhaltung spielt Walter Pilsak auf seinem Akkordeon auf. Gleich drei Museen sind am Freitag, 18. Oktober, dabei. Geöffnet ist jeweils von 19 bis 24 Uhr. Der Geschichtspark Bärnau-Tachov bietet um 19.15 Uhr, 21 Uhr und 22.30 Uhr eine einstündige Führung mit Gugel und Laterne an. Für Speisen und Getränke ist im Museumslokal "Brot & Zeit" gesorgt. Weiter erleben die Besucher mittelalterliches Kalkbrennen wie im 14. Jahrhundert.
Spinnvorführung
Das Museumsquartier Tirschenreuth bietet Livemusik mit "Bolle und Goller" sowie eine Bewirtung mit europäischen Köstlichkeiten durch den deutsch-französischen Freundschaftsverein "Amitié" an. Bei einem Europa-Quiz gibt es tolle Preise zu gewinnen, auf die Kinder warten eine Schnitzeljagd sowie das Angebot, Kirwazöpfe ins Haar flechten zu lassen. Ingrid Leser berichtet in einer Bilderreise über das "Herz Europas". Das Museum Mitterteich lädt zu Livemusik mit der Gruppe "Zeitlos" ein, dazu gibt es Zoiglbier vom Kommunbrauer, Wein und deftige Brotzeiten. Um das leibliche Wohl kümmert sich der Museumsförderverein. Besucht werden kann die Sonderausstellung "Dr. Karl Stingl - Die Post vor hundert Jahren und heute", weiter gibt es eine Kauf- und Tauschbörse für Briefmarken sowie eine Spinn- und Zwirnvorführung. Interessierte können an diesem Abend alle drei Museen kostenlos mit dem Bus "Der mim Board" anfahren.
Am Freitag, 25. Oktober, lädt das Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum Kemnath ab 18.30 Uhr ein. Angeboten wird eine Sagenlesung für Erwachsene. Für Grundschulkinder nicht unbedingt geeignete Geschichten aus dem Fichtelgebirge und Steinwald steuert Adrian Roßner bei. Um eine Voranmeldung unter Telefon 09642/8481 wird gebeten, zumal auch "Geister-Speisen" gegen Spenden angeboten werden. Zum Abschluss der Veranstaltungen zur "Langen Nacht" lädt die Burg Falkenberg am Freitag, 22. November, von 19 bis 22 Uhr ein. Geplant sind dort Lesungen, Führungen und Musik bei Bier, Wein und Brotzeiten. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass die gemeinsame Präsentation künftig noch ausgeweitet werden soll: "Wir wollen die Vielfalt unserer Museen zeigen", hieß es.



















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