30.06.2019 - 15:29 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Lasershow im Fischhofpark Tirschenreuth

Mit einer Lasershow endete am Samstagabend der „cooltour“ -Sommer 2019 im Fischhofpark in Tirschenreuth. Ein Ereignis, das etwa 8000 Zuschauer in Staunen versetzte und ein Event das seinesgleichen sucht.

von Norbert Grüner Kontakt Profil

Das war Hollywood live. Die Lasershow, die Vinzenz Rahn als Megaevent angekündigt hatte, hielt dieser Aussage problemlos stand. Was Enrico Oswald aus Eibenstock bei Zwickau mit seinen sieben Mitarbeitern da in den Himmel zauberte, das war wirklich vom allerfeinsten. Die Leute schienen das geahnt zu haben, denn laut Aussage des Veranstalters waren es über 8000 Besucher, die das Ufer zwischen Max-Gleißner-Brücke und Boccia-Spielfeld säumten. In diesem Bereich hätte während der gut 30-minütigen Lasershow keiner umfallen können.

Vom Ufer bis zu den Blumenbeeten auf der anderen Seite war wirklich jedes Fleckchen besetzt. Wie im Stall einer Legebatterie, wo jedes Henne mit dem Platz eines DIN A 4 Blattes auskommen muss. Nach dem Konzert der Partyband Highline, die schon im Vorfeld jede Menge Fans auf das Gelände gelockt hatten, begann kurz nach 22.30 Uhr das ganz großes Kino am Nachthimmel über dem Fischhofpark. Anfangs ging es dort futuristisch zu, laserten die Profis geometrische Figuren, wie Dreiecke, Rechtecke und Kreise ins schwarze Firmament. Für Sekundenbruchteile, denn genauso schnell wie sie sich zusammensetzten, genauso schnell verflüchtigten sie sich wieder und wurden zu neuen Gebilden. Von kalten Blautönen bis zum intensiven rot, gelb und grün war alles dabei.

Feuerwehr sprüht Leinwand

Bilder von der Lasershow im Fischhofpark Tirschenreuth

Damit diese Gebilde entstehen braucht es eine Art Projektionsfläche. Und die lieferte die Feuerwehr, für die Zuschauer beinahe unsichtbar, in Form einer Wasserwand. Die feinen Tröpfchen waren es schlussendlich, die die Laserstrahlen brachen in farbiges Licht verwandelten und für kurze Zeit zusammenhielten. Besonders die Jugendfeuerwehr tat sich dabei hervor. Und dass die ihr Handwerk versteht hat sie erst kürzlich mit einem Triumph beim Jugendfeuerwehr-Wettbewerb manifestiert. Teil zwei der Show widmete sich der Stadtgeschichte im allgemeinen und der Historie der Tuchfabrik Gebrüder Mehler im speziellen.

Weil das Unternehmen in diesem Jahr seinen 375. Geburtstag feiert, hat es die grandiose Show zum Abschluss des "cooltour"-Sommers gesponsert. Durch diesen Part der Show führte ein virtuelles Schaf, dass die Geschichte der Firma Revue passieren ließ. Sofort assoziierten wohl die meisten, als das Wesen das erste Mal am Himmel auftauchte, mit dem Bild von "Shaun dem Schaf", dem Liebling der Kinder. Spektakulär gestaltete sich Teil drei der Show. Die beiden Flyboarder Bo Krook und Lize Kooij aus den Niederlanden pflügten mit Hochdruckantrieb durch die Luft über dem unteren Teil des Fischhofteichs. Das Laserlicht lieferte die futuristische Kulisse dazu. Das sah fast aus als würde hier der Vorspann zum neuen James Bond Film gedreht.

Ein Mega-Event

Auch wenn das Wort oft übertrieben eingesetzt wird. Diesmal war es angemessen. Denn das war tatsächlich der Mega-Event dieses Sommers in der Region und weit darüber hinaus. Das macht schon jetzt Freude auf den "cooltour"-Sommer 2021. Sowohl Bürgermeister Franz Stahl, als auch Fördervereins-Vorsitzender Vinzenz Rahn ließen an dem Abend keinen Zweifel aufkommen, dass es den geben wird.

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