02.09.2020 - 12:47 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Mädchen und Jungen als kreative Häuslebauer

Beim Ferienprogramm der Stadt Tirschenreuth entpuppten sich zehn Buben und Mädchen im Museumsquartier als wahre Baumeister. Betreut wurden sie vom Kunstverein Tirschenreuth.

Hexchenhäuschen in sämtlichen möglichen Varianten von klassisch bis modern bauten im Museumsquartier zehn Buben und Mädchen, die um Ferienprogramm gekommen waren. Die zehnjährige Madgalena hat ein besonders schönes Exemplar fertiggestellt.
von Ulla Britta BaumerProfil

Jeder an einem eigenen Tisch und mit Mundschutz: Mit genügend Mindestabstand bastelten im Museumsquartier zehn Buben und Mädchen kleine Häuschen aus Sperrholz. Zu der Veranstaltung des Ferienprogramms hatte der Kunstverein Tirschenreuth eingeladen, auf eine Ferienaktion mit den Kindern wollten die Vereinsmitglieder auch im Corona-Jahr nicht verzichten. "Wir wollten eigentlich 20 Kinder einladen. Aber wegen der Abstandsregelung ging das nicht", bedauerte Vereinsvorsitzende Petra Schicker.

Wenn auch durch den Abstand der soziale Kontakt nicht wie üblich stattfinden konnte, waren die Kinder dennoch sehr vertieft und mit Feuereifer bei der Arbeit. Damit jedes Kind sein eigenes Haus gestalten konnte, leistete der Künstler und ehemalige DDR-Pastor Siegfried Rahner aus Bärnau viel Vorarbeit. Er brachte die Styropor-Bausätze schon vorgefertigt mit. Die Kinder mussten sich nur noch für ein individuelles Design entscheiden. Dabei konnte es allerdings auch geschehen, dass eines der Baumeister-Kinder, wie die zehnjährige Magdalena Rubner, Sonderwünsche anmeldeten. Das Mädchen wollte für ihren Hausgiebel ein rundes Fenster. Kein Problem für Bau-Leiter Siegfried Rahner, der für Detailarbeiten ein Styropor-Schneidegerät mitbrachte. Mit Klebepistolen wurden die bemalten Bausätze zusammengeleimt.

Hilfestellung gaben die Mitglieder des Kunstvereins, die die Gruppe im Museumsquartier betreuten. Nach zweieinhalb Stunden Bastel- und Bauarbeit zeigten die Kinder stolz ihre Villen, Knusperhäuschen und Hundertwasser-Modelle.

Die siebenjährige Julia zeigt ihrer Mama stolz ihr Haus, das kunterbunt wie die Villa von Pippi Langstrumpf geworden ist.
Viel Platz für jeden: Das war Vorgabe wegen der Abstandsregelung. Jedes Kind bekam seinen eigenen Tisch zum Basteln, was auch Vorteile hatte.
Weil diese beiden Jungs allein nicht mehr weiter wussten, griff der "Bau-Leiter" Siegfried Rahner wie so oft zur Klebepistole und leimte die Bausätze zusammen.
Petra Schicker, die Vorsitzende des Kunstvereins, legte Hand an beim malerischen Design. Beim Basteln, gab sich lachend zu, sei sie nicht der Profi.
Stolz präsentierten nach zweieinhalb Stunden intensiver Arbeit die Kinder gemeinsam mit ihren Betreuerinnen und Betreuern vom KunstvereinTirschenreuth ihre kleinen Häuschen.

 

 

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