29.04.2020 - 11:18 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Masken in Massen

Das Helfernetz um Klara Giehl spendet selbstgenähten Mund-und-Nasenschutz für das Kinderhaus und die Mittelschule in Tirschenreuth. In Plößberg versorgt Tanja Schedl die Bürger mit Masken.

Der Rektor der Mittelschule Jürgen Bayer, Bürgermeister Franz Stahl, Silke Schindler und Christine Ehstand (von links) bei der Übergabe der Masken in der Mittelschule.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Seit Wochen surrt die Nähmaschine von Klara Giehl. Und beinahe im Minutentakt entstehen farbenfrohe Schutzmasken, die die Tirschenreutherin mit einem enthusiastischen Unterstützungsteam in Heimarbeit produziert. Viele der Helfer kennt die Organisatorin, eine gelernte Näherin, aus ihrer Walkinggruppe. Über 7000 Masken haben Giehl und ihre Helfer bereits hergestellt. Diese wurden kostenlos in der Stadt Tirschenreuth, aber auch im gesamten Landkreis verteilt.

Großartiges Engagement

In der Kreisstadt wurden schon das Kinderhaus Kunterbunt und die Mittelschule mit mehreren Hundert Masken ausgestattet. "Auch im Rahmen unserer sehr gut angenommenen Masken-Verteilaktion konnten wir im Rathaus bereits über 1000 selbstgenähte Masken an die Einwohner ausgeben", erzählte Bürgermeister Franz Stahl. Er lobte dieses großartige Engagement.

Unter diesem Motto "Zusammen sind wir stark" helfen bei der Produktion der Masken Silke Schindler, Christine Ehstand, Birgit Daubitzer, Marina Daubitzer, Tim Daubitzer, Monika Wurm, Elfriede Kraus, Rosi Bäuml, Peter Bäuml, Doris Rösch, Sabrina Giehl, Julia Völkl und Brigitte Göths. Sie werden zusätzlich unterstützt von Josef Giehl sowie Sandro Schindler, die für Bring- und Holdienste zuständig sind. Das großes Ziel von Klara Giehl ist die Herstellung von 10 000 Masken.

Am gleichen Tag abholbereit

Auch in Plößberg gibt es eine fleißige Näherin. Tanja Schedl meldete sich bei Jutta Frankenhäuser, der Leiterin der Nachbarschaftshilfe. Die Plößbergerin, die in der Seniorenbetreuung arbeitet, bot sich an, in ihrer Freizeit auch für andere Personen einen Mund- und Nasenschutz zu nähen. "Trotz Familie, Haus und Garten nimmt sie sich Zeit, um Mund-Masken zu nähen", lobt Frankenhäuser. "Sie ist die einzige im Ort, von der ich weiß, dass sie für die Allgemeinheit näht." Über einen Aufruf im Plößberger Corona-Helfernetz organisierte Frankenhäuser Stoff und Gummis für die Mutter. "Teilweise bekamen wir originalverpackte Bettwäsche von der Aussteuer", berichtet die Leiterin der Nachbarschaftshilfe und lacht. Bei ihr laufen über die Nachbarschaftshilfe die Bestellung und die Organisation zusammen. So kann sich Schedl voll und ganz aufs Nähen konzentrieren. Unterstützt wird die Näherin von ihrer Familie.

Mehrere Hundert Stoffmasken sind so schon entstanden, die die Plößbergerin kostenlos abgibt. Die bestellten Masken können teilweise noch am gleichen Tag bei Tanja Schedl abgeholt werden. Im Markt wird das Angebot gerne angenommen. Immer noch trudeln Bestellungen ein, obwohl die Kommune ebenfalls einen Mund- und Nasenschutz verteilt hat.

Tanja näht Maske um Maske. Sie werden in Plößberg gerne angenommen.

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