Deutlich wird das beispielsweise auch schon bei den Einkäufen an Ostern: Beim E-Center in Tirschenreuth und bei Aldi ist gegen 10 Uhr morgens reger Betrieb. Zwar ist der Redebedarf wegen der Ausgangsbeschränkung vor den Märkten groß. Aber wer sich zufällig begegnet, begnügt sich mit einem netten Wort, zugerufen aus der Ferne: Ein gut gemeintes "Bleibt's g'sund" muss genügen.
Bei Aldi besorgt Christiane Eckstein Einkäufe. Sie trägt Mundschutz und Handschuhe. Ihre Kinder sind daheim beim Papa. "Ich kaufe nur noch einmal die Woche ein", erzählt die junge Frau. Damit nicht die gesamte Familie mitkommen müsse, warte sie immer auf ihren Mann, bis er von der Arbeit kommt. Christiane Eckstein hat eine Oma in Mitterteich und ist sehr vorsichtig wegen der Ansteckungsgefahr. Mundschutz und Handschuhe gehören mittlerweile zum "Outfit" wie Einkaufstasche und Geldbeutel. Im E-Center sind auch alle Verkäuferinnen vermummt.
Eine "Eins mit Stern" sollten die Kunden der Bäckerei Kutzer in Wiesau bekommen. Im Laden ist kaum Platz. Die Bäckerei bittet darum, nur einen Kunden bedienen zu dürfen, alle anderen sollen draußen warten. Gegen 9 Uhr wollen sieben Leute gleichzeitig rein. Am Gehsteig wird die Schlange immer länger bei vorbildlich eingehaltenem Abstand.
Auch bei Edeka Legat in Mitterteich ist ziemlich viel los. Ein Ehepaar nimmt's mit Humor und Stil. Die beiden zeigen sich im Partnerlook mit roten und blauen Punkten auf dem selbstgenähten Mundschutz. Zum "Must have" gehört das mitgebrachte Desinfektionsmittel für den Handlauf der Einkaufswagen. Kaum Autos, kaum Kunden bei Netto: Lena Siller aus Mitterteich räumt ganz entspannt ihren Einkauf ins Auto. Sie könne noch gut auf Ausflüge verzichten. "Das muss eben jetzt sein. Da müssen wir zamhalt'n, dann wird's schon wieder."

















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