27.01.2020 - 19:08 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Museumsfachstelle im Landkreis Tirschenreuth mit ersten Erfolgen

Die Zahl der Besucher in den Museen im Landkreis ist leicht angestiegen und soll weiter steigen. Große Hoffnungen setzt man hier in ein neues Projekt zur Grenzöffnung.

Die Zusammenarbeit der Museen im Landkreis stand im Mittelpunkt einer Besprechung in Mitterteich.
von Redaktion ONETZProfil

Bereits seit über einem Jahr besteht die Museumsfachstelle im Landkreis Tirschenreuth. Welche Projekte seitdem angegangen wurden und was im neuen Jahr ansteht, darüber berichtete Projektleiterin Barbara Habel bei einem Treffen im Museum Mitterteich.

Welch große Bedeutung das Projekt im Landkreis hat, zeigte der gute Besuch im Museums-Café. Neben den Bürgermeistern und Vertretern der Ikom Stiftland und der Steinwald-Allianz waren auch die Museumsleiter und -mitarbeiter aus den Häusern gekommen. Großes Interesse zeigten auch Astrid Pellengahr, Leiterin der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen, und Christina Hahn, Gebietsreferentin für die Oberpfalz, die aus München gekommen waren. Als Fördergeber für das Projekt wollten sie einen Überblick über die bereits erfolgten Maßnahmen und die Planungen dieses Jahres bekommen.

Bei ihrer Präsentation zeigte Barbara Habel auf, wie viel bereits im ersten Jahr umgesetzt werden konnte. So haben Fotografen professionelles Bildmaterial der Museen angefertigt, das für Werbematerial weiterverwendet werden kann. Die gemeinsame Bewerbung des Museumstags und der Museumsnacht zeigte erste Wirkung und soll auch 2020 so weitergeführt werden. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Inventarisierung. Sechs Museen haben die neue Datenbank VINO eingeführt und pflegen Daten ein. Dieses Thema wird die Mitarbeiter noch viele Jahre beschäftigen. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Tourismus sorgt dafür, dass die Museen auch hier besser präsent sind. So konnten im letzten Jahr knapp 48 000 Besucher in den Museen gezählt werden. Das ergab ein kleines Plus zum Jahr 2018.

Das erste große Projekt im Jahr 2020 ist ein deutsch-tschechisches Ausstellungsprojekt zum Thema "30 Jahre Grenzöffnung", bei dem vor allem Zeitzeugen zu Wort kommen sollen. Außerdem wird an einer gemeinsamen Bewerbung der Aktionstage festgehalten. Mit einer gemeinsamen Homepage und einer Broschüre in einem neuen Design wird die Zusammengehörigkeit besser nach außen hin präsentiert. Ein besonderes Highlight soll die Eröffnung des "Theres Neumann Museums" sein. Weiterhin will die Museumsfachstelle eine Beratungsstelle für alle Belange rund um die Museumsarbeit vor Ort sein.

Dr. Pellengahr lobte die gelungene Zusammenarbeit im Landkreis Tirschenreuth und betonte, dass dies nicht selbstverständlich sei. Die Museumsfachstelle sei ein Pilotprojekt und Erfahrungen daraus könnten als Vorbild für die Museen in ganz Bayern dienen.

Wichtig sei es, dass alle Museen ihren Beitrag zu dieser Kooperation leisten und auch nach den drei Jahren Projektlaufzeit eine Verstetigung der Arbeit angestrebt werde, meinte die Vertreterin der Landesstelle für nichtstaatliche Museen.

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