10.03.2019 - 15:44 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Museumsmitarbeiter drücken die Schulbank

Die Museen im Landkreis wollen künftig in vielen Bereichen zusammenarbeiten. Dazu gehören auch gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen.

Dr. Viktor Pröstler (links) zeigte den Museumsmitarbeitern den Umgang mit der Datenbank VINO. Hans Zölch (rechts) gibt ein Objekt aus dem Bestand des Stiftlandmuseums ein.
von Redaktion ONETZProfil

Die Museen im Landkreis wollen künftig in vielen Bereichen zusammenarbeiten. Dazu gehören auch gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen. Ein erstes Thema waren die Grundlagen der Inventarisierung und die Museumsdatenbank VINO. Sechs Museen nahmen die Einladung an. Referent war Dr. Viktor Pröstler. Er erklärte Grundlagen der Inventarisierung und gab eine Einweisung in die Museumsdatenbank.

Die Sammlung ist das Herzstück eines jeden Museums und bildet die Grundlage für die Erforschung und Vermittlung der Inhalte. Wie das Inventar einer Firma oder eines Geschäftes müssen auch im Museum die Objekte übersichtlich dokumentiert und gelagert werden.

Was früher noch analog auf Karteikarten verzeichnet wurde, kann heute in digitalen Datenbanken eingetragen werden. Gemeinsam mit konkreten Informationen zum Objekt (von Maßen über den Vorbesitzer bis hin zur Geschichte) und einem Foto sind die Daten zu den einzelnen Museumsobjekten so für die Zukunft gesichert.

Dr. Viktor Pröstler von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern war aus München angereist, um die Museumsmitarbeiter zwei Tage lang im Umgang mit der Datenbank VINO zu schulen. Neben der theoretischen Einführung in die Funktionen gab er auch viele Tipps zur richtigen Fotografie und zur Beschriftung von Exponaten. Alle Mitarbeiter hatten eigene Objekte aus ihren Museen mitgebracht. Damit legten sie in einem Praxisteil bereits den Grundstock für die eigene Datenbank.

So fortschrittlich und übersichtlich die Recherche der Objekte in der Datenbank auch ist, die Eingabe der erforderlichen Daten wird in allen Häusern viel Zeit und Arbeitskraft in Anspruch nehmen. Da sind sich die Museumsmitarbeiter einig. In einigen Häusern gibt es aber bereits ausgefüllte Karteikarten, die in die digitale Form übertragen werden können.

Die Fortbildung wurde von der Landesstelle der nichtstaatlichen Museen in Bayern kostenlos angeboten. Als Schulungsraum stellte das Stiftland-Gymnasium Tirschenreuth einen Computerraum zur Verfügung.

Insgesamt sechs Museen nahmen an der Veranstaltung teil. Die anderen Museen besitzen bereits eine Datenbank oder haben sehr kleine Sammlungen, die anderweitig verzeichnet werden.
Zu der Erfassung eines Objekts gehören neben einem Foto und den generellen Informationen auch die genauen Maße. So ist auf den ersten Blick ersichtlich, wie viel Platz ein Exponat in einer geplanten Ausstellung braucht, ohne es extra in die Hand nehmen zu müssen.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.