12.10.2018 - 11:03 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Neues Domizil für Volkshochschule Tirschenreuth

Nach über 40 Jahren verlässt die Volkshochschule des Landkreises Tirschenreuth ihr Domizil im Landratsamt. Auf die sieben Mitarbeiterinnen kommen einige Veränderungen zu.

von Martin Maier Kontakt Profil

Anfang November bezieht die VHS ihre neuen Räume in der früheren Krankenpflegeschule in der St.-Peter-Straße 33. Momentan sind noch die Maler am Werkeln. Ab nächster Woche startet schon das große Reinemachen. "Es schaut gut aus, dass wir in den Herbstferien umziehen", nennt VHS-Leiterin Angelika Schraml den 29. bis 31. Oktober als Zeitraum. In dieser Zeit ist der Dienstbetrieb eingeschränkt.

Grund für den Umzug ist die Platznot im Landratsamt. Daher hat der Landkreis das Gebäude der ehemaligen Krankenpflegeschule, in dem schon das Gesundheitsamt und das Veterinäramt untergebracht sind, für rund eine halbe Million Euro gekauft. Im Erdgeschoss befinden sich die neuen Räumlichkeiten der VHS mit Büros, Besprechungszimmer, Lehrerzimmer, Teeküche, Toiletten und Behinderten-WC. Es werde versucht, dass alles barrierefrei zu erreichen ist. Fast jede Mitarbeiterin bekommt ein eigenes Büro. Für die Zimmer gibt es auch neue Möbel, die über Rücklagen der VHS finanziert werden. "Die alte Einrichtung war teilweise 30 Jahre alt und zusammengewürfelt", erklärt Schraml. Nur die Chefin selber behält ihre Möbel. Denn diese seien noch nicht so alt und passen wie maßgeschneidert in ihr neues Büro. Alle bekommen höhenverstellbare Schreibtische.

"Einig Mitarbeiterinnen erhoffen sich schon, dass man ungestörter arbeiten kann. Jeder hat dann seinen eigenen Arbeitsplatz", weiß Schraml. Zudem darf sich die Volkshochschule im neuen Domizil über zwei neue Unterrichtsräume mit moderner Technik und jeweils bis zu 25 Plätzen freuen. Diese sind im Anbau untergebracht und sollen tagsüber für Integrationskurse und abends für andere Kurse genutzt werden. "Diese beiden Räume stehen uns alleine zur Verfügung", hebt Schraml einen Vorteil hervor. Dafür muss die VHS aber am alten Standort in der Mähringer Straße auf einen größeren Kursraum verzichten. In diesem entstehen Büros für das Landratsamt.

"Die neuen Räume sind für die Mitarbeiterinnen sicher eine Verbesserung. Aber wir müssen organisatorisch schon ein paar Dinge ändern", zeigt sich Schraml verhalten optimistisch. Denn das Landratsamt bleibt für die VHS weiterhin ein Standort mit fünf Kursräumen (unter anderem EDV-, Gymnastik- und Werkraum). Damit müssen die Damen täglich öfter hin- und herfahren. Allerdings stellt der Landkreis auch ein Dienstauto zur Verfügung und es gibt auch extra angemietete Parkplätze auf dem Krankenhausparkplatz.

Schraml ist seit 30 Jahren bei der VHS und seitdem hat sie in den gleichen Räumlichkeit gearbeitet. "Daher ist durch den Umzug schon ein wenig Wehmut dabei", gesteht sie. Für den neuen Standort sieht sie sogar noch Entwicklungsmöglichkeiten. Als Beispiel nennt sie die Aufstockung des Anbaus. "Aber das ist alles Zukunftsmusik." Möglichst bald soll aber noch die Außenfassade der früheren Krankenpflegeschule renoviert werde, um das Gebäude einladender zu machen. "Wir sind schließlich ein Dienstleistungsbetrieb, der auf Kunden angewiesen ist", gibt Schraml die Richtung vor.

Seit 1976 in den selben Räumen:

1954 entstanden die "Volkshochschule (VHS) im Landkreis Tirschenreuth e.V.". Der Geschäftsführer hatte schon damals seinen Sitz im Landratsamt. 1974 übernahm der Landkreis Tirschenreuth die Trägerschaft der Volkshochschule. Im selben Jahr löste sich der 1953 gegründete "Volksbildungsverein für den Landkreis Kemnath" auf. Damit war eine von mehreren Voraussetzungen für die "neue" VHS erfüllt. "Das war eine sehr richtungsweisende Entscheidung", erklärt Angelika Schraml. 1976 bezog die VHS ihre jetzigen Räume am Landratsamt (ehemalige Luitpold-Schule). "Daher ist es schon ein großer Einschnitt, dass wir nun umziehen", so die Leiterin.

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