Tirschenreuth
22.08.2022 - 10:49 Uhr

Niclas Wonke ist zum sechsten Mal beim Torwartcamp dabei

Ball fangen, richtiges Abrollen, schnelle Spieleröffnung und Fitnessprogramm: Das hatten 2 Mädchen und 14 Jungen beim Torwartcamp auf dem FC-Sportgelände in Tirschenreuth zu absolvieren. Beim Training ging es heuer international zu.

16 Kinder aus ganz Nordostbayern im Alter zwischen 8 und 14 Jahren nahmen am vergangenen Samstag am ganztägigen Torwartcamp auf dem Sportgelände des FC Tirschenreuth teil. Bereits zum sechsten Mal dabei war der 13-jährige Niclas Wonke aus Tirschenreuth, der mittlerweile bei der U 14 der SpVgg Weiden im Tor steht. Niclas begann mit fünf Jahren mit dem Fußballspielen. Zwei Jahre spielte er als Stürmer. Doch das war nicht so seins, er wollte ins Tor. „Ich wollt einfach mal was Anderes ausprobieren. Deshalb wollte ich ins Tor. Im Tor ist es schöner, ganz anders als auf dem Feld.“ Seine Entscheidung hat er nicht bereut.

Fabian Scharnagl als Vorbild

Niclas ist absoluter Fan von Barca-Torhüter ter Stegen und will unbedingt einmal später höherklassig spielen. Der Fan des SSV Jahn Regensburg träumt davon, später einmal in der Bayernliga zu spielen – wie sein lokales Vorbild Fabian Scharnagl. Der Konnersreuther spielt aktuell bei der SpVgg Weiden, früher SV Mitterteich und TSV Konnersreuth. „So gut wie er will ich auch mal werden“, sagt der 13-Jährige. Der Realschüler, der in Waldsassen im neuen Schuljahr in die 7. Klasse kommt, nimmt dafür viele Trainingseinheiten auf sich. Zweimal in der Woche ist der junge Torhüter in Weiden beim Training, dazu kommen noch das Stützpunkttraining in Poppenreuth und die wöchentlichen Punktspiele. „Das Training hier macht riesigen Spaß. Alle Trainer sind immer gut gelaunt, und es wird alles super erklärt. Hier lernt man immer etwas dazu“, sagt der Schüler zum Torwartcamp in Tirschenreuth.

Organisiert hatte die Veranstaltung wieder ehemaliger Keeper und Torwarttrainer Huberth Rosner. Er ist ein Vorreiter in der Region, was die Ausbildung der Torhütern anbelangt. Lange wurde diese Position im Training vernachlässigt, meist hieß es: „Der will nicht laufen, denn stellen wir ins Tor.“ „Dabei haben die Torhüter eine spezielle und wichtige Position im Fußball. Dafür braucht es auch ein gezieltes Training“, betont Rosner. Als einer der Ersten bot der Tirschenreuther deswegen Torwartcamps in der Region an. Auch heuer begleitete die Veranstaltung auf dem FC-Sportgelände wieder ein erfahrenes Trainerteam.

Grundtechniken und Fitness

In dem rund fünfstündigen Camp wurde an drei Stationen trainiert. Neben den Grundtechniken des Torwartspiels wurden auch das richtige Ballfangen und das richtige Abrollen bis hin zu einer schnellen Spieleröffnung trainiert. Auch das Spielen mit dem Ball kam nicht zu kurz. Nach dem Mittagessen – es gab Schnitzel mit Kartoffelsalat und Salaten – war Personaltrainer Fabian Lorenz gekommen, der mit den Kindern ein spielerisches Fitnessprogramm absolvierte, das die 2 Mädchen und 14 Jungen forderte, ihnen aber auch Spaß machte.

Beim ganztägigen Camp ging es heuer auch international zu: Neben zwei jungen US-Amerikanern nahm mit dem 14-jährigen Artem Dzhevaha auch ein Flüchtlingskind aus der Ukraine teil; er lebt aktuell in Wiesau. Oliver Zrenner, der in Wiesau sehr aktiv in der Flüchtlingshilfe tätig ist, hatte ihn zu diesem Camp eigens nach Tirschenreuth gebracht. Organisator Huberth Rosner zeigte sich vom 14-Jährigen beeindruckt – nicht nur von seinem Talent, ebenso vom bescheidenen und zurückhaltende Auftreten des jungen Ukrainers. „Man spürte sofort an seinem Verhalten, an seinem Stellungsspiel und daran, wie er den Ball fängt, dass er eine tolle Torhüterausbildung in seiner Heimat genossen hat. Der kann ein ganz Großer werden“, bilanzierte Rosner.

 
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