15.07.2018 - 14:15 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Offene Türen für Risikopatienten

Ins neue Ärztehaus in Tirschenreuth, eine neue Notaufnahme, Renovierung der bestehenden Notaufnahme, Sanierung der alten OP-Säle und Schaffung neuer OP-Säle investiert die Kliniken Nordoberpfalz AG rund 30 Millionen Euro.

Wurde für ihre besonderen Leistungen ausgezeichnet, Dr. Gregor Stohlmann (links) und Professor Rudolf Ascherl. Mit im Bild Krankenhausleiterin Claudia Kost und Franz Stahl (Mitte).
von Norbert Grüner Kontakt Profil

(tr) "Ein Batzen Geld, der gleichzeitig Symbol für einerseits die Weiterentwicklung des Hauses und dessen Bestandsgarantie ist." Das sagte Franz Stahl, der in der Doppelfunktion Bürgermeister und Landrat zu einer kleinen Feierstunde in den Vortrags- und Besprechungsraum im Ärztehaus gekommen war. Anlass war, dass Professor Rudolf Ascherl und Chefarzt Dr. Gregor Stohlmann in der Focus-Ärzteliste 2018 als Top Mediziner und Ärzteempfehlung weit vorne rangieren. Stahl sagte, man müsse sich vor Augen halten, dass eine solche Investition in ein Krankenhaus für eine 9000 Seelenstadt sehr außergewöhnlich sei, genauso wenig, wie ein Haus dieser Größenordnung mit allen fachmedizinischen Abteilungen ausgestattet sei. Wie bei allen Krankenhäusern werde die Wirtschaftlichkeit immer wieder auf den Prüfstand gestellt. Der Landkreis sei stets gewillt Defizite mitzutragen. Denn man wisse, dass Kompetenz und Spitzenmedizin halt mal viel Geld kosteten. Das Tirschenreuther Haus bezeichnete Stahl im Verbund der Kliniken Nordoberpfalz als eine Top-Adresse. Das sei in erster Linie auch ein Verdienst all derer, die hier jeden Tag motiviert mitarbeiten. In Tirschenreuth seien alle Voraussetzungen für Spitzenmedizin gegeben. Kompetenz und Team seien ein Aushängeschild für die Region. "Medizinisch und menschlich ist der Patient hier gut aufgehoben." Professor Ascherl erhielt seine Auszeichnung, es ist nicht die erste im Magazin, im Bereich Knie- und Hüftchirurgie.

Endlich wahrgenommen

Dr. Gregor Stohlmann für seine Leistungen als Anästhesist und Palliativmediziner. Beide Ärzte seien darüber hinaus auch verantwortlich für die Intensivbetreung, die genauso wesentlich für die Genesung sei, erklärte Krankenhausleiterin Claudia Kost. Die hochwertig ausgestattete Intensivstation und das Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung mit seinem Leiter Professor Ascherl, bezeichnete sie als besonderen Gewinn. Gregor Stohlmann, freute sich besonders, dass Anästhesie und Palliativmedizin einmal als preiswürdig wahrgenommen wurden und lobte das persönliche Engagement des Teams innerhalb der Intensivmedizin. "Patienten und Familienmitglieder können jederzeit kommen oder anrufen, sie werden immer ein offenes Ohr finden, ob bei Ärzten oder Pflegepersonal, deshalb ist das eine Auszeichnung der gesamten Abteilung."

Anästhesie sei immer auch ein wenig ein Schattenfach, das mehr im Hintergrund stattfände. "Wir sind so eine Art Allgemeinmediziner in der Klinik. Toll, dass das wahrgenommen wurde." Ascherl schlug in die gleiche Kerbe und sprach ebenfalls vom Verdienst aller Beteiligten, von der Pflege über die Physiotherapie bis hin zur Verwaltung. "Letztere ist dafür verantwortlich, dass wir unsere Arbeit überhaupt machen dürfen. Heutzutage ist es eher so, dass die schwierigen und risikoreichen Patienten im Krankenhaus nicht gerne gesehen sind. Wir haben offene Türen für sie und schauen nicht nur auf schwarze Zahlen. Zu uns kommen viele, die von anderen abgeschoben werden und wir setzen alles daran ihnen zu helfen und was wir da leisten kann sich sehen lassen."

Unfallchirurgie nicht in Rente

Krankenhauschefin Claudia Kost nutzte die Gelegenheit, um ein Gerücht aus der Welt zu schaffen. In letzter Zeit sei oft zu hören, dass mit Dr. Norbert Fischer auch die unfallchirurgische Versorgung in den Ruhestand gegangen sei. Das sei völlig verkehrt, denn unter der Leitung von Professor Ascherl und Verstärkung mit neuen Fachärzten, sei die Abteilung mindestens genauso leistungsfähig wie bisher. "Beste und zeitnahe Versorgung ist da garantiert."

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