11.04.2019 - 11:24 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Positive Signale aus München für Krankenhaus Waldsassen

Die Gespräche für die Umwandlung des Krankenhauses Waldsassen in ein Intersektorales Gesundheitszentrum laufen. Und es gibt Signale, dass auch wichtige Partner dieses Konzept mittragen.

Symbolbild
von Externer BeitragProfil

Die Leitung der Kliniken Nordoberpfalz AG hat den Aufsichtsrat in der Sitzung am Mittwoch auch über den aktuellen Stand bei der Umsetzung des erweiterten Zukunftskonzepts 2020 informiert. Dabei ging es insbesondere um die Finanzierungs- und Realisierungsmöglichkeiten des geplanten Intersektoralen Gesundheitszentrums (IGZ) in Waldsassen mit einer erweiterten ambulanten Versorgung.

Die Leitung des Verbunds befindet sich hier nach einer Pressemitteilung der Kliniken AG in laufenden Gesprächen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege sowie mit den Kostenträgern. Parallel dazu sei die Gewinnung niedergelassener Ärzte für das geplante Gesundheitszentrum bereits angelaufen. Das erweiterte Zukunftskonzept 2020 sieht, wie ausführlich berichtet, eine Umwandlung des Standorts Waldsassen in ein Intersektorales Gesundheitszentrum (IGZ) mit einer erweiterten ambulanten Versorgung vor. Das IGZ stelle unter Einhaltung des Facharztstandards die regionale Grundversorgung mit Schwerpunkt auf allgemeinärztlichen, internistischen und weiteren Angeboten auch in Zukunft sicher.

Förderung prüfen

Um die notwendigen Umstrukturierungsmaßnahmen zu finanzieren, prüfe die Klinikleitung aktuell mit dem Staatsministerium für Gesundheit und Pflege die Möglichkeiten der Förderung durch Investitionsmittel aus dem Krankenhaus-Strukturfonds. Nach aktuellem Kenntnisstand seien die Voraussetzungen für eine Förderung des IGZ durch den Strukturfonds erfüllt. Entscheidend hierfür seien jedoch die Förderrichtlinien, die voraussichtlich Mitte des Jahres erscheinen. Der Antrag werde aktuell vorbereitet und sofort nach Veröffentlichung der Förderrichtlinien gestellt.

Erste Gespräche mit Krankenkassen bezüglich des angedachten Konzepts seien sehr positiv verlaufen. Parallel arbeite die Klinikleitung weiter an einem Konzept für eine erweiterte ambulante Versorgung in Waldsassen, wie sie im erweiterten Zukunftsplan 2020 vorgesehen ist. Die Kliniken AG: "Mit 15 bis 20 Betten würde es Patienten damit ermöglicht, für wenige Tage stationär in Waldsassen behandelt zu werden. Der Erfolg des Konzepts hängt jedoch entscheidend davon ab, ob eine juristische Grundlage für die Realisierung gefunden werden kann."

Bericht zum IGZ

Waldsassen

Vorstand Josef Götz versichert: "Wir prüfen aktuell mögliche Umsetzungsszenarien für die erweiterte ambulante Versorgung. Alle Beteiligten sind engagiert, Lösungen zu finden und rechtliche Möglichkeiten zu schaffen, um das Konzept umsetzen zu können." Ein weiteres Ziel der Kliniken AG sei es nach wie vor, die orthopädische Rehabilitation in Waldsassen langfristig zu erhalten. Hierzu befinde sich die Klinikleitung in Gesprächen mit den Rentenversicherungsträgern. Damit ein Versorgungsvertrag abgeschlossen werden könne, müssten zunächst die Strukturanforderungen der Rentenversicherungsträger erfüllt werden. Ob dies der Fall sei, werde bis Ende Mai durch die Kliniken AG intern geprüft.

Gespräche mit Betriebsrat

Nach einem ersten Sondierungsgespräch sind weitere Verhandlungen mit dem Gesamtbetriebsrat für den 24. April geplant. Das Zukunftskonzept soll ohne betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt werden. "Es ist unser erklärtes Ziel, unsere gut qualifizierten und engagierten Mitarbeiter in unserem Unternehmen zu halten", betont Götz. "Wir werden hier eng mit dem Betriebsrat und den Gewerkschaften zusammenarbeiten, um unter Berücksichtigung aller Interessen zu einer bestmöglichen Lösung zu kommen."

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