10.10.2018 - 11:39 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Printec stellt Insolvenzantrag

Die Printec GmbH (Tirschenreuth) und die Kühnhackl GmbH (Schwabach) haben Insolvenzantrag gestellt. Der Geschäftsbetrieb der Spezialisten für keramischen Tiefdruck läuft aber ohne Einschränkungen weiter.

Drohende Zahlungsunfähigkeit ist der Auslöser des Insolvenzantrags der Firma Printec in Tirschenreuth.
von Martin Maier Kontakt Profil

Der Insolvenzantrag erfolgte laut Mitteilung der Anwaltskanzlei "Schultze & Braun" wegen drohender Zahlungsunfähigkeit. Die 48 Mitarbeiter in Schwabach und 28 Mitarbeiter in Tirschenreuth seien bis Ende Dezember über das Insolvenzgeld abgesichert.

Das Amtsgericht Nürnberg hat Rechtsanwalt Volker Böhm von "Schultze & Braun" zum vorläufigen Insolvenzverwalter und Gutachter der Unternehmen bestellt. Er verschaffe sich derzeit einen Überblick über die wirtschaftliche Situation der Unternehmensgruppe und prüfe Sanierungsoptionen. Ursache der wirtschaftlichen Schieflage sei nach Unternehmensangaben ein zuletzt stärker rückläufiger Markt.

„Ich bin zuversichtlich, dass für die beiden Unternehmen eine gute Lösung gelingen kann“, wird Böhm zitiert. „Für den Markt für den Porzellan-Dekordruck benötigt man sehr spezialisiertes Know-how und das macht diese Unternehmen interessant." Kühnhackl und Printec seien in diesem Markt sehr stark positioniert und würden über langjährige und stabile Kundenbeziehungen verfügen.

Die Kühnhackl GmbH blickt auf mehr als 90 Jahre Firmengeschichte zurück. Das Unternehmen wurde 1920 gegründet, den heutigen Firmensitz bezog Kühnhackl im Jahr 1978. 2005 übernahm Kühnhackl die Firma Printec (vorher Firma Modell- und Formenbau Keramischer Siebdruck Schiffl) mit Sitz in Tirschenreuth. Porzellan mit Dekors der Unternehmen zieren unter anderem die Tische des britischen Königshauses, des früheren Papstes Benedikt XVI. oder des Sultans von Oman.

Artikel zur Übernahme der insolvente Firma Modell- und Formenbau Keramischer Siebdruck Schiffl durch die Firma Printec im Jahr 2005.

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