Verjüngt hat sich das traditionelle Frauenfrühstück der evangelischen und katholischen Frauen deshalb, weil längst nun auch junge Frauen mitorganisieren und moderieren. Diesmal war es Aufgabe von Kathrin Pawlitschka, die 174 Frauen durchs Programm zu führen. Die 30-Jährige Kindergärtnerin und Mutter von zwei Kindern begrüßte ihre Frühstücksgäste ausgesprochen charmant. Sie wies darauf hin, dass im Nebenzimmer Kinderbetreuung möglich sei, um den jungen Müttern ein stressfreies, ruhiges Frühstück zu ermöglichen.
Die drei Männer, Pfarrer Maximilian Roeb aus Wiesau, Sänger Franz Danhauser vom "Neualbenreuther Zwio" und Techniker Thomas Franz, hatten an diesem Vormittag rein ausführende Funktionen. Pawlitschka stellte Pfarrer Maximilian Roeb, den Referenten, als ehemaligen Kaplan von Tirschenreuth vor, der bereits vor zwei Jahren hier beim ökumenischen Frauenfrühstück gesprochen habe. Die Moderatorin begrüßte diesmal auch einen Tisch Frauen, den sie lachend als den "Fanclub des Herrn Pfarrers" bezeichnete. Die Frauen seien nur wegen Roeb aus Wiesau angereist.
Reiches Büfett
Dann lud Pawlitschka zum herzhaften Frühstücken ein. Neben frischen Brötchen gab es Wurst und Käse, Orangensaft, verschiedene Marmeladensorten und auch ein wenig Gemüse zu Kaffee oder Tee. Tischdamen kümmert sich darum, dass auch jeder ausreichend zu Essen und Trinken bekam.
Zur Einführung ins Thema "Quellen des Lebens" durfte wenig später herzhaft gelacht werden. Das "Neualbenreuther Zwio", Monika Kunz und Franz Danhauser, sangen lustige G'stanzl aus dem Lebensalltag. "Lachen", sagte Monika Kunz, gehöre für sie auch zu den wichtigen Quellen des Lebens. Der musikalische Beitrag endete mit einem gemeinsam gesungenen Lied.
"Durst" auf mehr
Als Beispiel einer berühmten Quelle folgte der Klassiker "Die Moldau" von Bedrich Smetana. Dazu wurden Fotos des gewaltigen Stroms von der Quelle bis zur Mündung gezeigt. Nach dieser besinnlichen Hinführung stellte Pfarrer Maximilian Roeb die Möglichkeit heraus, den Durst nach dem wahren Leben wieder stärker wahrzunehmen. "Körperliche Vitalität, wie wir sie in Essen, Trinken, Sexualität, Sport und Spiel erfahren, ist zweifelsohne eine kostbare Gabe des Schöpfers", sagte Roeb. Deshalb solle man sich nicht mit den erstbesten Durstlöschern begnügen, die billig zu haben seien.
"Lebensfreude ist mehr als ein Lacher auf Kosten anderer, Liebe ist mehr als nur schneller Sex und Hoffnung ist mehr als nur ein irdischer Lebensplan." Von Gott erfahre man Lebensfreude, deshalb sei es ein Geschenk, "Durst" nach Gott zu verspüren, meinte der Pfarrer. Dann lud er die Frauen dazu ein, mit ihm und dem "Neualbenreuther Zwio" ein weiteres Lied zu singen. Nach dem Frühstück bestand Gelegenheit, sich am großen Büchertisch nach weiterer Lektüre zum Tagesthema umzusehen. Als Geschenk gab es kleine Gläser mit selbst gemachter Marmelade, die sich die Frauen mit nach Hause nehmen durften.

















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