Tirschenreuth
07.04.2019 - 13:47 Uhr

Radeln und Wandern als Pluspunkt

Mit einer dicken Info-Mappe zum Urlaubsangebot im Oberpfälzer Wald kommt Stephanie Wenisch in den Tourismusausschuss. Die Sachgebietsleiterin informiert auch über zwei besondere Projekte.

Der Tourismusgemeinschaft Oberpfälzer Wald bietet Urlaubern, aber auch Einheimischen viele Informationen zum Radeln, Wandern und zu Veranstaltungen an. Bild: tr
Der Tourismusgemeinschaft Oberpfälzer Wald bietet Urlaubern, aber auch Einheimischen viele Informationen zum Radeln, Wandern und zu Veranstaltungen an.

"Der Oberpfälzer Wald und besonders der Landkreis Tirschenreuth haben ihren stabilen Wachstumskurs 2018 fortgesetzt. Allerdings hat er sich verlangsamt", erläuterte Stephanie Wenisch, die sich auf die Zahlen der gewerblichen Betriebe (10 Betten und mehr) bezog. Dies sei aber erwartbar gewesen, da die Bettenanzahl mit Blick auf 2017 gleich geblieben ist. Im Landkreis gab es 2018 knapp 400 000 Übernachtungen. Was eine Steigerung um 3,7 Prozent zu 2017 bedeutet. Die Verweildauer lag bei 3,3 Tagen.

"Zur Sommerferien-Zeit herrscht nahezu Vollbelegung. Ohne neue Betten ist somit kein Wachstum möglich", so die Tourismus-Chefin. Daher werde die Nebensaison immer wichtiger. Der Oberpfälzer Wald könne hier mit Radeln und Wandern punkten. Daher gehe man mit den zwei Projekten "Oberpfälzer Radl-Welt" und "Natur-Navi" (Modellregion Naturtourismus) in die Offensive.

Das "Natur-Navi" ist eine digitale Wanderkarte für das Goldsteig-Wegenetz im Oberpfälzer Wald. "Wenn das klappt, sind wir vorne mit dabei." Entlang der Wanderwege werden für den Gast Sehenswürdigkeiten, Gastronomie, Übernachtungsmöglichkeiten und Veranstaltungen angezeigt. "Das ist ein nützliches Tool sowohl für die Reiseplanung als auch für unterwegs", war sich Stephanie Wenisch sicher.

Ein besonderer Fokus liege dabei auf rund 100 Natur-Highlights entlang der Wege, an denen Info-Stelen vor Ort zusätzlich Hintergründe vermitteln. Aktuell werde die Programmierung der digitalen Wanderkarte fertiggestellt.

Die "Oberpfälzer Radl-Welt" wird durch die Erlebniswelten "Zoigl & Fisch", Wald & Täler", "Vulkane & Erdgeschichte", "Kultur & Genuss", "Sagen & Geschichten" und "Wasserwelten" gebildet. Die Befahrung und Analyse der geplanten Routen sowie die Erfassung des benötigten Beschilderungsmaterials sei abgeschlossen, so dass dieses in den nächsten Monaten geliefert und montiert werden kann.

Zum wiederholten Mal strich die Sachgebietsleiterin die Bedeutung der Onlinebuchungen heraus: "Das ist ein Erfolgsrezept." Im Landkreis seien gut ein Drittel der Gastgeber an das Onlinebuchungssystem des Tourismusverbands Ostbayern angeschlossen. "Auf diesem Gebiet gibt es also noch viel Potenzial. Viele Gastgeber sind leider weiterhin sehr zögerlich, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen", bedauerte sie.

Im Blickpunkt:

Gartentüren bleiben möglicherweise geschlossen

Die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege stellt 2019 wieder unter das Schwerpunkt-Thema Biodiversität. „In diesem Bereich wollen wir auch die Gemeinden intensiver unterstützen“, erläuterte Harald Schlöger im Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr, Tourismus und Kultur. Der Kreisfachberater berichtete, dass es schon seit fast 20 Jahren den Tag der offenen Gartentüre gebe. Dabei präsentieren Bürger jeweils am letzten Sonntag im Juni der Öffentlichkeit ihre Privatgärten. Für 2019 sei noch nichts fest vereinbart. „Wie es ausschaut, müssen wir eine Pause machen“, so Schlöger.

Eigentlich sollte die Aktion in Wiesau sein, aber viele Gartenbesitzer der geeigneten Gärten seien nicht bereit mitzumachen. „Bei rund 2000 bis 3000 Besuchern ist das natürlich nachvollziehbar, wenn da jemand skeptisch ist“, zeigte Schlöger Verständnis. Am Tag der offenen Gartentüre sei aber sicher der Kreislehrgarten Mitterteich sowie der Naturerlebnisgarten der Umweltstation Waldsassen geöffnet.

Für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hat sich bisher nur Maiersreuth angemeldet. „Es wird immer schwieriger, Ortschaften dafür zu mobilisieren“, bedauerte der Kreisfachberater. Dabei sei der Wettbewerb ein Instrument, um die Dorfgemeinschaft an Entscheidungsprozessen in der Gemeinde zu beteiligen.

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