Der alljährliche Kirchweihmarkt zur „Tirschenreither Kirwa“ ist normalerweise ein Publikumsmagnet. Doch diesmal war es anders. Das graue, regnerische Wetter machte den Kirchweihsonntag so richtig madig. Dies erkannten wohl auch einige Händler im Vorfeld, denn statt der erwarteten 40 oder mehr waren kaum 15 Stände am oberen und unteren Marktplatz zu sehen. Viele reservierte Flächen blieben leer – das Zentrum der Kreisstadt wirkte trostlos.
Die Obst-, Gemüse- und Blumenhändler machten wohl noch die besten Geschäfte, auch wenn sie ebenfalls klagten. Dennoch wechselten einige Grabgestecke und Grabblumen für das bevorstehende Allerheiligen den Besitzer. Ansonsten war nicht viel los, nur wenige schlenderten an den Verkaufsständen vorbei.
Das Kaufinteresse war entsprechend gering. Erstmals beim Tirschenreuther Kirchweihmarkt dabei war Miriam Fasolato aus Plößberg, die mit ihrem umgebauten Moto Guzzi auffiel. An ihrem originellen Stand gab es neben Softeis und Kaffee auch „Aperol Spritz“. In ihrer Nähe stand ein Kinderkarussell, das eifrig seine Runden drehte – meist jedoch mit zu wenigen Kindern. An den restlichen Ständen gab es das Übliche: Süßigkeiten, Hochprozentiges sowie Kleidung und Billigartikel.
Ganz anders sah es im Einzelhandel aus, denn auch hier hatten einige Geschäfte geöffnet. Diese hatten den großen Vorteil, dass sie nicht im Freien verkauften, sondern unter einem geschützten Dach. Der absolute Renner waren wieder die „Möbility-Days“, zu denen das Möbelhaus Gleißner und der benachbarte „Stellar Camper“ einluden. Man sollte es kaum glauben, aber die Parkplätze beim „Gleißner“ waren restlos belegt. Hier herrschte ein wahrer Ansturm.
Klar, dass davon auch der „Siller-Metzger“ aus Mitterteich am Gleißner-Parkplatz profitierte, der mit seinen leckeren Bratwürsten reißenden Absatz fand. Aber auch in den anderen geöffneten Geschäften war viel Betrieb, etwa bei „Jäger & Turba“, Wäschehaus Wettinger, „Stabilo“ oder im Autohaus Friedl, um nur einige zu nennen. Ja, die „Verkaufstände mit Dach“ waren an diesem Tag klar im Vorteil und konnten diesen Vorteil wohl auch nutzen.






















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