(tr) Vor geraumer Zeit rief das Landratsamt die Fotografen in der Region dazu auf, ihre besten Landschaftsfotos für die Homepage und Öffentlichkeitsarbeit, wie etwa Prospekte zur Verfügung zu stellen. Die Teilnahme war überwältigend und so verfügt der Landkreis jetzt über weit mehr als 400 überdurchschnittlich gute Fotos, um für sich zu werben. Aus diesem Fundus wählte Stefan Malzer zwölf Bilder aus, die sowohl die vier Jahreszeiten abdecken, als auch den kompletten Landkreis nach Regionen. Daraus entstand ein Kalender mit einer Auflage von 500 Exemplaren, der für 19 Euro im Bücherhaus Rode in Tirschenreuth und im Bücherladen Meiler in Kemnath verkauft wurde. Der Erlös daraus ging an die Aktion "Lichtblicke".
Schnell herumgesprochen
Bei der Übergabe der Spende bedankte sich der Landrat bei den Käufern und den Fotografen, ohne die das nicht möglich gewesen wäre. Pressesprecher Walter Brucker sagte, dass der Kalender ursprünglich nur als Weihnachtgeschenke für Mitarbeiter und Kreisräte gedacht war. Aber es habe sich schnell herumgesprochen, wie schön er geworden war und die Nachfrage wurde immer größer, so dass man sich zum Nachdruck für den Verkauf entschloss.
Schirmherrin Edith Lippert, die zusammen mit Annegret Dworschak und Walter Brucker den "Lichtblicke"-Topf verwaltet, bedankte sich für die Zuwendung. Sie wies darauf hin, dass die Aktion auf Spenden angewiesen sei. Diese Gelder werden in vollem Umfang an Bedürftige weitergegeben. Es sei ein faszinierender Grundgedanke, das Menschen aus dem Landkreis dabei für Menschen im Landkreis einstünden, die unverschuldet in eine Notlage geraten seien.
Armut auch bei uns
Dabei gäbe es keine Direktauszahlungen, sondern werden Gutscheine ausgegeben, die wiederum zweckgebunden in Geschäften des Landkreises eingelöst werden können. Sind hingegen Rechnungen zu bezahlen, übernimmt das "Lichtblicke" selbst. Somit sei Missbrauch ausgeschlossen.
"Ein sinnvoller wie hilfreicher Kreislauf", stellte Lippert fest, die, wie sie ergänzte, täglich die Armut, die es auch bei uns gibt, erlebe. Den Kalender, den die Lehrerin in ihrem Kemnather Klassenzimmer hängen hat und von dem es im Landratsamt nur noch ein Exemplar gibt, verwendet sie auch im Heimatkundeunterricht.













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