Beim Stiftlandtag in Tirschenreuth wurde das Handwerk des Wagners in der Alten Wagnerei lebendig. Am Sonntag, 6. September, nahm Schreinermeister Horst Schafferhans die Besucher rund 90 Minuten lang mit in eine Zeit, in der Fuhrwerke, Kutschen und Leiterwagen zum Alltag gehörten und der Wagner dafür sorgte, dass die Räder zuverlässig liefen. Laut Pressemitteilung der Museumsfachstelle der Ikom Stiftland stand die Herstellung eines Holzrades im Mittelpunkt. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Stiftlandtage statt, die von der IKom Stiftland organisiert wurden.
Schreinermeister Schafferhans erklärte den Besuchern Schritt für Schritt, wie aus einzelnen Holzteilen ein stabiles Rad entsteht. Dabei ging es um die Auswahl des richtigen Holzes, die Bearbeitung der Nabe, der Speichen und des Radkranzes. Die Geschichte des Holzrades reicht weit zurück und zeigt die Entwicklung vom massiven Holzscheibenrad zum leichteren Speichenrad. Über Jahrtausende wurde Bewährtes weiterentwickelt und an neue Anforderungen angepasst.
Die Veranstaltung fand im ehemaligen „Völkl-Stodl“ statt. Passender hätte der Ort kaum gewählt werden können, denn hier arbeitete einst der letzte Tirschenreuther Wagner. Heute erinnert die Alte Wagnerei an dieses Handwerk und die Zeit, in der Räder noch mit viel handwerklichem Geschick gefertigt wurden.











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