(heb) "Ein Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange darauf freut", wurde Arthur Schnitzler von Rektor Wilhelm Trisl zitiert. Kaum ein Spruch hätte diesen Schulabschluss treffender beschreiben können. Ein bisschen überwog heuer der Abschiedsschmerz - sowohl auf Schüler- als auch auf Lehrerseite.
Sehr viel Lob erntete Rektor Wilhelm Trisl, der "ein Rektor ist, der sich für die Anliegen seiner Schüler immer einsetzt" und als "der beste Rektor, den man sich wünschen kann" bewertet wurde. Aber auch die Klassleiter der Entlassschüler bekamen Lob von allen Seiten. Übereinstimmend sprachen die Vertreter der Absolventen von schönen Jahren an der Schule, aufregenden Kapiteln und immer wieder von Lehrkräften, die hinter ihnen gestanden seien, von sehr viel Unterstützung, die sie bekommen hätten. Dank deren Engagement hätten die Schüler nun ihren Abschluss geschafft. Selbst der krankheitsbedingte längere Ausfall zweier Lehrkräfte sei von den Kollegen aufgefangen worden.
Lothar Riedl wurde eine besondere Überraschung zuteil. Die Schüler der Klassen M10 übergaben ihm, jeder einzeln, eine rote Rose zum Abschied - denn "er ist ein wirklich guter Lehrer!"
Rektor Trisl entließ die Absolventen mit einigen guten Ratschlägen in ihr weiteres Leben. Er empfahl, Eigeninitiative und Einsatzbereitschaft zu zeigen, ihre gelernten Fertigkeiten zu nutzen, aber auch neue Bindungen einzugehen und sich in die Gesellschaft mittels ehrenamtlicher Tätigkeiten einzubringen. Zuletzt gab Trisl den jungen Leuten den Rat, die Verbindung "zu dem da oben" zu halten, auch wenn es mal nicht wie gewünscht laufen sollte. Denn gerade dann könne man darauf vertrauen, dass Gott in der Nähe sei. Stadtpfarrer Georg Flierl, der vorher zusammen mit Stefanie Schön den ökumenischen Gottesdienst gefeiert hatte, riet zur Vorsicht im künftigen Leben: Nicht immer seien alle Menschen, die man treffe, wohlgesonnen. Und nicht immer alles, was gesagt werde, sei auch ehrlich gemeint. Hier gelte es, wachsam zu sein. Verlass sei jedoch immer auf Gott: Er meine es immer gut. Und im Gebet könne man immer von Herzen kommende Worte gebrauchen. Es bedürfe keiner vorgefertigten Formeln, um Gott sein Anliegen vorzutragen. 2. Bürgermeister Peter Gold überbrachte die Grüße der Stadt und des Bürgermeisters. Er freute sich, eine sehr gute Nachricht überbringen zu können: 2,2 Millionen Euro Förderung seien für den ersten Bauabschnitt der Schulsanierung zugesagt worden. Für eine gute Schulbildung seien auch Gebäude auf modernem Stand erforderlich. Bildungsinhalte würden sich verändern, dazu brauche es zeitgemäßes Werkzeug und die passende Umgebung. Entsprechend müsse die Schule auf hohem Niveau gehalten werden. Den Absolventen gab er auf ihrem künftigen Weg mit, immer weiter zu lernen. "Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Wer aufhört, fällt zurück!"
Nach der Vergabe der Zeugnisse wurden elf Schüler für ihre besonders guten Leistungen ausgezeichnet. Einen besonders herausragenden Quali abgelegt hatten Jakob Zahn, Jasmin Schiener, Laura Schneider, Fabian Steiner und Lena Heilig. Den mittleren Schulabschluss schafften mit Bravour Angelika Forster (1,1), Maria Feil (1,2) und Leon Stohlmann (1,5). Viola Janz, Lidia Misgana und Maria Prockl erreichten jeweils einen Notendurchschnitt von 1,8.
Tirschenreuth
23.07.2018 - 11:43 Uhr
Rote Rosen für Lehrer
von Autor HEB

Die besten Absolventen aus den Klassen 9a/9b und den beiden M10-Klassen stellten sich mit Rektor Wilhelm Trisl (Zweiter von rechts) und 2. Bürgermeister Peter Gold (links) zum Foto. (Von links nach rechts) Maria Feil, Lena Heilig, Leon Stohlmann, Maria Prockl, Lidia Misgana, Viola Janz, Laura Schneider, Jasmin Schiener, Jakob Zahn, Fabian Steiner und Angelika Forster.
heb
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Meistgelesene Artikel
Zum Fortsetzen bitteE-Mail eingeben
Sie sind bereits eingeloggt.
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.












Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.