30.09.2021 - 14:20 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Saison-Start der Tirschenreuther Schnitzer

Die Krippenfreunde der Kreisstadt starten wieder durch. Ab dem 5.Okotber findet wieder jeden Dienstag ein Treffen statt. Interessenten sind stets willkommen.

Robert-Scharnagl hat diesen "Goasreiter" geschnitzt.
von Externer BeitragProfil

Nachdem in den vergangenen Wochen mehr die neue Riolini-Papierkrippe des Maurus Fuchs bei den Krippenfreunden Tirschenreuth im Vordergrund stand, geht es jetzt wieder ans Tagesgeschäft. Am Dienstag, 5. Oktober, um 18 Uhr beginnen die regelmäßigen Schnitzertreffen in den Räumen am St.Peter. Krippenwart Horst Haidl hat dafür alles sorgsam vorbereitet: Das Hygienekonzept steht, die Schnitzmesser sind geschärft, Material steht zur Verfügung.

Im Holz "schon alles drin"

Es kehrt wieder Leben ein in die Räume im St. Peter in Tirschenreuth. Regelmäßig jeden Dienstag ab 18 Uhr will man sich bis Ostern treffen und dem Holz die Schafe, Elefanten, Heiligen, Jäger usw. entlocken, die seit Generationen die Schönheit der Tirschenreuther Krippen ausmachen. „Die stecken ja alle schon im Holz drin, man muss sie halt nur befreien“, erklärt ein lächelnder Horst Haidl. Ja, wenn das nur so einfach wäre.

Interessenten willkommen

Leider nicht, diese Kunst des Schnitzens muss man schon lernen. Wer also Interesse hat, wer sich selber mal eine Krippe schnitzen will oder wer so ein wirkliches Unikat mal verschenken will, der ist bei den Krippenfreunden willkommen. Dass der eine oder andere Interessierte den Weg zum St.Peter findet, darauf hoffen die erfahren Schnitzer. Am Seiteneingang befindet sich die Klingel für die Krippenfreunde, dort wird man eingelassen. Gemeinsam mit all seinen erfahrenen Kollegen werden im Schnitzzimmer die Neulinge betreut und angeleitet.

Kosten entstehen erst mal keine, wer dann auf Dauer dabeibleiben will, der braucht halt das richtige Werkzeug. Auch da helfen die Schnitzer mit Rat und Tat. "Es wäre schön, wenn wir in der Kreisstadt so langsam wieder eine neue Generation an Schnitzern heranziehen könnten", so die Vorsitzende Marianne Stangl.

Über Jahrzehnte haben Schnitzer wie Günter Stammwitz oder Horst Haidl die Tradition aufrechterhalten, jetzt wäre es an der Zeit, dass jüngere Leute in die Fußstapfen treten. Schließlich soll es ja auch weiterhin echte Tirschenreuther Goasreiter und Sterndeuter geben. Wer im Vorfeld Fragen hat, kann sich gerne an Horst Haidl, Telefon 09631/2892, wenden.

Schnitzzimmer am St. Peter.
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