15.05.2018 - 19:12 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

AsF unterstützt mit Erlös aus Faschingskaffeekränzchen Selbsthilfegruppe und ... SPD-Damen zücken Scheckbuch

Jedes Jahr organisiert die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) ein Benefizkaffeekränzchen im Landkreis. In diesem Jahr fand die Veranstaltung in der Gaststätte "Zur Alm" in Tirschenreuther statt. Die 700 Euro Erlös wurden nun zu gleichen Teilen an die Selbsthilfegruppe (SHG) Behinderte und Nichtbehinderte und den Verein Stiftland-Sternenkinder verteilt.

Im Café "Verena" übergab AsF-Kreisvorsitzende Christine Trenner aus Erbendorf (rechts) mit weiteren SPD-Damen den gesamten Erlös des Faschingskaffeekränzchens der Arbeitsgemeinschaft an Martina Sötje (Mitte, rechts) und Beatrix Kempf (Mitte, links). Bild: plym
von Redaktion OnetzProfil

Bei der Übergabe stellten Vertreterinnen ihre Einrichtungen den Damen des AsF vor. Im Zentrum der Aktivitäten des Vereins Stiftland-Sternenkinder stehen Familien mit chronisch kranken Kindern mit verkürzter Lebenserwartung. Sechs ausgebildete Fachkrankenschwestern helfen den Kinden vor Ort und unterstützen die Eltern bei organisatorischen, juristischen und vor allem seelischen Problemen. "Familiensysteme zerbrechen, weil wir nicht von vornherein Hilfe mit auf den Weg geben", erklärte Vorsitzende Beatrix Kempf. Durch die Fachkompetenz der Helfenden sei auch die Begleitung in palliativen Situationen stationär und ambulant gewährleistet. "Die Kranken- und Pflegekassen decken längst nicht alle Bereiche der individuellen Pflege ab. Es gibt keine Möglichkeit zur Kurzzeitpflege für Kinder. Ihnen bleibt nicht einmal die Möglichkeit, aufs Amt oder einkaufen zu gehen", kritisiert Kempf weiter. Dem versuchten die Stiftland-Sternenkinder entgegenzuwirken und rund um die Uhr ein Ansprechpartner zu sein.

"Die Behinderte, für die man etwas tut, werden oft gar nicht gefragt", klagte Martina Sötje, Vorsitzende der Selbsthilfegruppe. "Ich kann das Wort ,Inklusion' nicht mehr hören. Seit 33 Jahren wird versucht, Menschen mit Behinderung zu inkludieren. Derweil wollen wir keine Sonderaktionen, sondern einfach nur in den Alltag integriert werden." Sötje geht es darum, medizinische, juristische und politische Themen ihren Mitgliedern möglichst einfach und plausibel nahezubringen.

Die SHG besteht aus 80 bis 100 Mitgliedern, unterteilt in 14 Einzelgruppen. Die Spende wird vor allem für die Anschaffung eines neuen Behindertenbusses hergenommen. "Zurzeit geben wir monatlich 2500 Euro nur wegen des Fahrdiensts aus. Es ist ein großer Aufwand, alle Mitglieder zu Aktivitäten, wie einer gemeinsamen Sportstunde, zu bringen", macht Sötje auf ein Problem aufmerksam.

Christine Trenner, Kreisvorsitzende der AsF: "Wir freuen uns, dass wir in den Einrichtungen helfen können." Der hohe Überschuss kam deswegen zustande, weil die Mitglieder für die Benefizveranstaltung nicht nur die Kuchen, sondern auch alle Salate, Wurst- und Käseplatten, Schnitzel, Lachs und Leberkäse selbst organisiert hatten.

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