Für herausragende Projekte und Initiativen der Dorferneuerung, Gemeindeentwicklung, Flurneuordnung und Integrierten Ländlichen Entwicklung hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber bei einem Festakt in der Münchner Residenz am Donnerstag drei Staatspreise sowie sechs Sonderpreise verliehen. Die Steinwald-Allianz stand in der Kategorie "Umfassende Leistungen zur Stärkung des ländlichen Raums" auf dem Treppchen. Der Preis war mit 8000 Euro dotiert. Einer der ersten Gratulanten war Landrat Wolfgang Lippert, der die Bürgermeister um den Erbendorfer Vorsitzenden Hans Donko nach München begleitet hatte.
"Die ausgezeichneten Projekte zeigen eindrucksvoll, was die Zusammenarbeit aller Beteiligten zum Wohle des ländlichen Raums und seiner Menschen bewirken kann", sagte Kaniber in ihrer Laudatio. Mit ihrem vorbildhaften Engagement und Ideenreichtum gestalten die Akteure nach den Worten der Ministerin erfolgreich die Zukunft auf dem Land und tragen so maßgeblich dazu bei, dass die Regionen Bayerns auch künftig lebenswert bleiben. Das Ministerium würdigte damit eine "jahrelange, vorbildliche gemeindeübergreifende Zusammenarbeit" und die ausgesprochen dynamische Umsetzung von Projekten. Ein Beispiel ist das "Digitale Dorf", das mit einer mobilen Nahversorgung den Brückenschlag zwischen Digitalisierung und Regionalität schaffen soll. Ziel der Steinwald-Allianz ist es, die schwierige wirtschaftliche Entwicklung der Region vor dem Hintergrund der Grenzöffnung nach Osteuropa und der Globalisierung zu bewältigen. Im Naturpark Steinwald und seinem Umfeld wurden dazu zum Beispiel 67 Kilometer Radwege gebaut, das Waldhaus saniert und zur Kleingaststätte ausgebaut.
Nach den ersten Erfolgen der Steinwald-Allianz waren auch die Nachbargemeinden schnell von den Vorteilen überzeugt. Durch den Beitritt der Gemeinden Brand, Ebnath und Neusorg im Jahr 2007 sowie Immenreuth, Kastl und Kulmain im Jahr 2014 sind nun alle sechzehn Kommunen im westlichen Landkreis Tirschenreuth mit im Boot und stärken ihre Region durch Integrierte Ländliche Entwicklung.
Seit 2010 ist die Steinwald-Allianz als Zweckverband organisiert. Eine gemeinsame Geschäftsstelle mit Umsetzungsbegleiter unterstützt die Kommunen bei der Realisierung der Allianz-Ziele.
Mit Sonderpreisen in Höhe von 6000 Euro wurden in dieser Kategorie die Integrierte Ländliche Entwicklung Fränkischer Grabfeldgau (Landkreis Rhön-Grabfeld) und die Gemeindeentwicklung Söchtenau (Landkreis Rosenheim) geehrt. Eine Dokumentation mit der Beschreibung aller Projekte ist im Internet zu finden. www.landentwicklung.bayern.de
In der Steinwald-Allianz sind die Kommunen Brand, Ebnath, Erbendorf, Falkenberg, Friedenfels, Fuchsmühl, Immenreuth, Kastl, Kemnath, Krummennaab, Kulmain, Neusorg, Pullenreuth, Reuth b. Erbendorf, Waldershof und Wiesau aus dem Landkreis Tirschenreuth zusammengeschlossen. Die Partner wollen aus Veränderungen Chancen schaffen und Herausforderungen, wie den Rückgang der Porzellan- und Glasindustrie, die Veränderungen im Tourismus, den Strukturwandel in Landwirtschaft und den demografische Wandel, meistern. Einer Klausur im Jahr 2004 folgten die Gründung der Arbeitsgemeinschaft und die Erarbeitung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.