19.09.2021 - 09:07 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Stellvertretend für andere beten

Professor Dr. Wolfgang Vogl: "Beten wir für andere. Daran kann uns niemand hindern."
von Konrad RosnerProfil

Die 413. Wallfahrt für die Kirche führte am Monatsdreizehnten der ehemalige Konnersreuther Pfarrer, Professor Dr. Wolfgang Vogl aus Augsburg, an. Stadtpfarrer Georg Flierl hieß ihn als einen alten Bekannten, vor allem wegen seiner Zeit in Konnersreuth, willkommen. Sein weiterer Gruß galt den ehrwürdigen Schwestern sowie allen Gläubigen.

Der Stadtpfarrer erinnerte an den 13. September 1917, als die Gottesmutter die Seherinnen von Fatima aufgefordert habe, auch weiterhin täglich den Rosenkranz zu beten, damit der Erste Weltkrieg ende. Das Beten sei auch heute noch wichtig, denn das Rosenkranzgebet sei ein Dauerauftrag, um die Dinge ins Gute zu bewegen.

Das Evangelium wurde vorgetragen vom neuen Kaplan Ramon Rodriguez, der seit dem 1. September in der Pfarrei ist.

In seiner Predigt ging Professor Dr. Wolfgang Vogl zunächst auf die Tatsache ein, dass dieses Jahr einige Heilige große Jubiläen feierten. So unter anderem auch der heilige Dominikus, der vor 800 Jahren gestorben sei. Dominikus habe den Dominikanerorden gegründet und verbreitet. Der Dominikanerorden sei der Prediger- und Rosenkranzorden. Ohne den Dominikanerorden gäbe es keinen Rosenkranz. Ohne Rosenkranz hätte die liebe Frau von Fatima den drei Seherkindern nicht sagen können, „betet täglich den Rosenkranz“. Der Rosenkranz verbinde uns mit dem heiligen Dominikus, auf dessen Leben Vogl näher einging. Dominikus war ein gebürtiger Spanier, der viel in Südfrankreich unterwegs war und dort predigte. Viele Menschen holte er so von Sekten zur katholischen Kirche zurück. Dominikus, der in Bologna starb, sei ein großer Beter gewesen. Er habe inständig für andere gebetet.

An die Gläubigen gewandt sagte Professor Vogl, dass es viele Menschen gebe, die nicht mehr glaubten, die sich fern von Gott hielten und die heiligen Sakramente nicht mehr empfingen. Viele dieser Menschen könne man leider nicht mehr erreichen. Der Prediger weiter: „Aber wir können für sie beten.“ Dies sei für ihn auch die Botschaft von Fatima: Stellvertretend für andere beten. „Beten wir für andere, daran kann uns niemand hindern. Übernehmen wir Verantwortung für gottfremde Menschen. Das nimmt uns niemand. Das ist uns möglich. Das ist der Auftrag von Fatima.“

Der Gottesdienst endete mit dem eucharistischen Segen. Anführer der 414. Wallfahrt wird Pfarrer Franz Pfeffer aus Kelheim sein.

Gut besucht war die 413. Wallfahrt für die Kirche.
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