17.02.2020 - 16:54 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Stellvertretende Chefin am Stiftland-Gymnasium geht in Ruhestand

Doppelter Abschied am Stiftland Gymnasium: Neben Schulleiter Georg Hecht geht auch seine Stellvertreterin Christine Güntner in den Ruhestand.

Die Stellvertretende Schulleiterin des Stiftland Gymnasiums Christine Güntner geht in den Ruhestand.
von Externer BeitragProfil

Mit anerkennenden Worten wurde im Rahmen einer schulinternen Feierstunde die stellvertretende Schulleiterin des Stiftland-Gymnasiums Tirschenreuth, Studiendirektorin Christine Güntner, zum Schulhalbjahr wegen Erreichens der Altersgrenze in den Ruhestand verabschiedet. Neuer stellvertretender Schulleiter ist Studiendirektor Matthias Weiser. Er unterrichtet Mathematik und Physik.

Aufgewachsen ist sie im kleinen Ort Laub in der Gemeinde Mähring. Nach dem Besuch der Volksschule in Griesbach trat sie an das Stiftland-Gymnasium über, wo sie 1973 das Abitur ablegte. Von 1973 bis 1978 studierte sie zunächst an der Freien Universität Berlin und dann später an der Universität Regensburg Biologie und Chemie für das Lehramt an Gymnasien. Nach dem ersten Staatsexamen 1978 in Regensburg kam sie an das Graf-Münster-Gymnasium Bayreuth zur Referendarausbildung. Ihr Zweitschuleinsatz war am Otto-Hahn-Gymnasium Marktredwitz. Unmittelbar nach dem zweiten Staatsexamen wurde sie im Oktober 1980 dem Stiftland-Gymnasium Tirschenreuth als hauptamtliche Lehrkraft für Biologie und Chemie zugewiesen und verbeamtet.

In ihrer Ansprache betonte Güntner, dass normalerweise Lehrkräfte zum Schuljahresanfang im September den Schulen zugewiesen werden und nicht erst im Oktober. Ihr später Einstellungstermin hängt damit zusammen, dass damals eine Schwangerschaft eine Verbeamtung ausschloss. Nach mehreren zunächst erfolglosen Petitionen an diverse Ministerien wurde ihr Fall letztendlich doch als Anlass herangezogen, die Vorschriften zur Einstellung von schwangeren Referendarinnen zu ändern.

Von 1983 bis 1989 war sie zu Hause wegen der Erziehung ihrer drei Söhne, danach arbeitete sie zeitweilig in familienpolitischer Teilzeit. Ab dem Jahr 2000 war sie zehn Jahre Leiterin der von ihr mitgegründeten Schulentwicklungsgruppe. Sie hat mit dieser Gruppe einen wissenschaftlich fundierten schulinternen Evaluationsfragebogen für Schüler entwickelt, der noch heute in der Oberstufe eingesetzt wird.

Von 2002 bis 2008 war sie Fachbetreuerin und Sammlungsleiterin Biologie. Das Erproben moderner Unterrichts- und Prüfungsformen war Schwerpunkt ihrer Fachbetreuertätigkeit. Außerdem hat sie in dieser Zeit die Begabtenförderung mit den von ihr initiierten und verfassten "Aufgaben für schlaue Chemiker" vorangetrieben. Einer der von ihr betreuten Schüler schaffte sogar die Endrunde der internationalen Chemieolympiade in Taiwan. Welch große Wertschätzung sie genoss zeigt, dass sie im Jahr 2007 zur Personalrätin gewählt wurde.

Von 2008 bis 2010 war sie Mitarbeiterin im Direktorat, in diese Zeit fiel auch die Generalsanierung der Schule mit dem Unterricht im Containerdorf. Ihre sehr qualitätsvolle Arbeit als Mitarbeiterin führte schließlich dazu, dass sie im Jahr 2010 zur stellvertretenden Schulleiterin ernannt wurde. Kerngeschäft ihrer Tätigkeit war die Klassen- und Unterrichtseinteilung, die Zusammenarbeit mit dem Ministerium bezüglich der Lehrerzuweisungen und neuerdings auch die Verwaltung des Schulhaushalts.

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