03.05.2019 - 11:16 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Stiftland nun Öko-Modellregion

Bayern will seine Spitzenstellung im Öko-Landbau ausbauen - auch mit Unterstützung von Lebensmittelproduzenten aus dem Stiftland.

Roland Grillmeier (Vierter von links) nahm die Urkunde aus Händen von Ministerin Michaela Kaniber (Fünfte von links) entgegen. Mit dem Vorsitzenden der Ikom freuen sich Behördenleiter Thomas Gollwitzer vom Amt für Ländliche Entwicklung, die Bürgermeister Josef Schmidkonz aus Mähring, Klaus Meyer aus Neualbenreuth und Johann Burger aus Leonberg, MdL Anna Toman, Bürgermeister Alfred Stier aus Bärnau, MdL Tobias Reiß, Direktor Wolfgang Wenisch vom Landwirtschaftsamt Tirschenreuth und Ikom-Geschäftsführer Wolfgang Kaiser.
von Externer BeitragProfil

Wenn es um den Öko-Landbau geht, soll künftig das Stiftland eine feste Größe in Bayern sein. Das Gebiet ist eine von 15 Regionen, die besonders gefördert werden sollen. Das eröffnet der Region ganz neue Chancen, vor allem bei der Vermarktung der Produkte. Der Vorsitzende der Interkommunalen Zusammenarbeit im Stiftland, Roland Grillmeier, fuhrt am Donnerstag mit einer Abordnung nach München, um die Urkunde für die Förderung aus Händen von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber entgegenzunehmen.

Bislang gab es zwölf Öko-Modellregionen. Zu diesem ausgewählten Kreis gehört bereits die Region Steinwald, die dank der Förderung viele ökologische Projekte, wie den Anbau und die Vermarktung von Bio-Mohn, den Verkauf von Bio-Rinderburgern und den Topinambur-Anbau auf den Weg bringen konnte.

Derzeit bewirtschaften etwa 9900 Ökobetriebe im Freistaat eine Fläche von über 350.000 Hektar. Im Koalitionsvertrag hat sich die Staatsregierung zum Ziel gemacht, mittelfristig die Ökofläche in Bayern zu verdoppeln. Ein wichtiger Baustein ist hier die Förderung von Öko-Modellregionen. "Ich möchte damit ein deutliches Zeichen setzen. Die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität ist äußerst wichtig", erklärte Kaniber bei der Übergabe der Urkunden.

Die Ministerin betonte, dass das Interesse an dem Wettbewerb so groß und die Bewerbungen so qualitativ hochwertig waren, dass statt der 6 nun 15 Gebiete als Öko-Modellregionen gefördert werden. Sie erhalten vom Ministerium für Ernährung Landwirtschaft und Forsten 75 Prozent der Kosten für eine Projektleiter-Stelle, maximal können bis zu 75.000 Euro im Jahr ausbezahlt werden. Die Förderung läuft zwei Jahre, kann aber um weitere drei Jahre verlängert werden. Das Gesamt-Fördervolumen beläuft sich auf knapp 1,5 Millionen Euro im Jahr. "Ich will, dass die Menschen die Produkte der Landwirte in ihrer Heimat wieder schätzen lernen und sich bewusst werden, dass regionale Produktion die nachhaltigste ist", sagte sie beim Festakt.

Die neuen Öko-Modellregionen :

15 neue Modellregionen

Fränkische Schweiz (Kommunen der Landkreise Bayreuth und Forchheim)

Günztal (Kommunen der Lkr. Ostallgäu und Unterallgäu),

Hochries-Kampenwand-Wendelstein (Landkreis Rosenheim)

Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) Ikom Stiftland (im Landkreis Tirschenreuth)

ILE Kulturraum Ampertal (Lkr. Freising)

ILE Passauer Oberland (Lkr. Passau)

Inn-Salzach (Lkr. Altötting)

Landkreis Ostallgäu

Naturparkland Oberpfälzer Wald (Lkr. Neustadt a.d. Waldnaab)

Obermain-Jura (Kommunen der Lkr. Lichtenfels und Bamberg)

Paartal (Lkr. Aichach-Friedberg)

Pfaffenhofener Land (Lkr. Pfaffenhofen)

Region Regensburg (Stadt und Landkreis)

Siebenstern (Lkr. Wunsiedel)

Stadt.Land.Augsburg (Stadt und Landkreis).

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