18.11.2021 - 19:45 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Stimmige Einteilung: Ein kleiner Vorteil für die Nordoberpfalz ist O.k.

Wird die Stimmkreiseinteilung in der Oberpfalz nur nach Zahlen betrachtet, ist Kritik angebracht. Doch es gibt auch gute Argumente, warum der Norden des Bezirks prozentual etwas besser vertreten sein soll, kommentiert Wolfgang Würth.

Wer wählt wen. Mit dem Stimmkreisbericht für die Wahl 2023 ist die Einteilung festgeaschrieben.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil
Kommentar

Ein Abgeordneter vertritt gut 98 000 Bürger, der andere über 150 000. Natürlich wirkt die Einteilung der Stimmkreise im Wahlkreis Oberpfalz auf den ersten Blick nicht ausgeglichen. Doch wie sieht die Alternative aus? Der Stimmkreis Tirschenreuth müsste zu einem Kunstgebilde aufgebläht werden, indem ihm noch Gebiete aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach zugeschlagen werden. Ein Stimmkreis über drei Landkreise verteilt, mit Wählern, die kaum etwas verbindet, die keinen gemeinsamen Blick auf die Landespolitik teilen. Für die Demokratie im Freistaat wäre dies auf keinen Fall eine befriedigende Lösung.

Hinzu kommt, dass der Stimmkreis ganz im Norden des Bezirks auch schon jetzt schwer zu betreuen ist, als etwa jener, der mit der Stadt Regensburg identisch ist. Dort sind die Wege für den Abgeordneten wesentlich kürzer, die Forderungen an die Politik viel homogener, als im dünn besiedelten Landkreis Tirschenreuth.

All diese Argumente dürften nun zum letzten Mal gezogen haben. Geht die Entwicklung beim Bevölkerungsstand weiter, wird es bei der Wahl 2030 größere Einschnitte und Veränderungen geben. Die Experten im Innenministerium werden dann ein kleines Wunder vollbringen müssen, um gesetzliche Vorgaben und die Lebenswirklichkeit der Menschen unter einen Hut zu bringen.

Stimmkreiseinteilung 2023

Tirschenreuth

 

 

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