Tirschenreuth
25.10.2018 - 18:27 Uhr

Tirschenreuther Landrat startet bayernweit einzigartiges Modellprojekt

Bisher gab es die Musterwohnung für Senioren im Rosenweg 10 nur als Live-Erlebnis. Seit gestern ist das anders: Landrat Wolfgang Lippert gab im Landratsamt den symbolischen Startschuss für eine virtuelle Besichtigung.

Statt eines Startknopfs präsentierte Landrat Wolfgang Lippert (Vierter von links) diesmal eine Torte zum Anschneiden. Bild: ubb
Statt eines Startknopfs präsentierte Landrat Wolfgang Lippert (Vierter von links) diesmal eine Torte zum Anschneiden.

Der freigeschaltete "virtuelle Rundgang durch die Musterwohnung für Senioren" ist bayernweit ein einmaliges Modellprojekt. Aus diesem Grund nahmen auch Vertreter des Sozialministeriums, der Fraunhofer-Gesellschaft sowie der Regierung und des Bezirks Oberpfalz an diesem Termin teil. Monika Thym vom Sozialministerium dankte er für die Fördermittel und der Fraunhofer-Gesellschaft für die Erstellung der Internetseiten. Auch "seine Leute" von der Wohnberatung und die sieben ehrenamtlichen Wohnberater im Landkreis vergaß er nicht. Ausgehend vom demografischen Wandel im Landkreis sei man seit 2011 in drei Stufen an dieses Projekt herangegangen. So sei eine Musterwohnung gesucht worden, Mitarbeiterin Anita Busch sei als Projektleiterin geschult worden und es seien ehrenamtliche Wohnberater im Landkreis unterwegs. Mit der dritten Stufe trage der Landkreis nun auch dem fortschreitenden Digitalisierungsprozess Rechnung. In Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gesellschaft seien eine "Digitale Wohnberatung" und ein "Rundgang durch die Musterwohnung" erarbeitet worden. "Wir leisten damit einen entscheidenden Anteil daran, dass unsere Bürger auch im Alter und bei Einschränkungen möglichst lange zu Hause bleiben können", sagte Lippert stolz. Als weiteres Ziel nannte der Landrat die Einführung von Bildungsangeboten für ältere Bürger im Umgang mit der Digitalisierung. "Damit wir unsere Senioren und Seniorinnen fit halten können."

Wie die digitale Wohnberatung funktioniert, zeigte Dominik Magin von der Fraunhofer-Gesellschaft. Er stellte den Gästen die umfangreiche Website vor, die gemeinsam mit den lokalen Wohnberatern erarbeitet worden ist. Ansprechen wolle man damit Senioren sowie deren Angehörige, aber auch die Wohnberater.

Bevor die Gäste die Seiten an Laptops testen durften, überraschte der Landrat die Gäste mit einer Torte, die angeschnitten wurde. Dafür erntete er großen Beifall.

Die Homepage:

Interessierte finden unter der neuen Domain www.digitale-wohnberatung.bayern nicht nur den virtuellen Rundgang durch die Musterwohnung. Über zahlreiche Reiter und Klicks kommt man unter anderem zu Beratungs- und Serviceseiten mit Kontakthinweisen. Weiter werden speziell Fördermöglichkeiten für Senioren-Bedarfsmittel im häuslichen Alltag angesprochen. In der digitalen Musterwohnung können per Mausklick Wohnbereiche detailliert betrachtet werden. Auch Herstellernachweise mit Kontaktadressen von Bedarfsmitteln für Bad, Küche, Notrufmelder und andere Dinge gibt es.

Zu den sehr konkreten Herstellernachweisen meinten der Leiter der Betreuungsstelle, Wolfgang Fenzl, und Regierungsrätin Regina Kestel, dass diese Anbieter die Musterwohnung bestückt hätten. Man könne jederzeit auch andere, regionale Firmen mit gleichwertiger Produktpalette auf die Website aufnehmen

Gleich nach dem Startschuss testeten die ehrenamtlichen Wohnberate, Günter Raithel und Doris Scharnagl-Lindinger, auf dem bereitgestellten Laptop den virtuellen Rundgang. Bild: ubb
Gleich nach dem Startschuss testeten die ehrenamtlichen Wohnberate, Günter Raithel und Doris Scharnagl-Lindinger, auf dem bereitgestellten Laptop den virtuellen Rundgang.
Dominik Magin (rechts) von der Fraunhofer Gesellschaft erklärte den Gästen, einigen Wohnberatern und Landrat Wolfgang Lippert (links) die Funktionen der neuen Plattform im Inernet. Bild: ubb
Dominik Magin (rechts) von der Fraunhofer Gesellschaft erklärte den Gästen, einigen Wohnberatern und Landrat Wolfgang Lippert (links) die Funktionen der neuen Plattform im Inernet.
 
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