Ein Grund für den Optimismus ist die neue Oberpfälzer Radl-Welt, mit der die Region punkten will. Außerdem sind die Verantwortlichen zuversichtlich, dass sie vom Trend zum "Urlaub daheim" nach der Coronakrise profitieren. Die Buchungen der vergangenen Wochen lassen erwarten, dass ein Teil der Einbrüche, welche die Corona-Pandemie gebracht hat, wieder amortisiert werden kann.
"Der Tourismus ist eine der Branchen, die am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen sind", bilanzierten die Tourismusexperten aus den drei Landkreisen Neustadt/WN, Tirschenreuth und Neustadt/WN sowie aus der Stadt Weiden. Alleine im April habe es einen Einbruch bei den Übernachtungen um 71,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gegeben. Das bedeute unter dem Strich für die Region Umsatzverluste von 32,2 Millionen Euro. Bei Tagesgästen fehlten 25,8 Millionen Euro in den Kassen der Region.
Der Oberpfälzer Wald hat nach eigenen Angaben versucht, die Gastgeber in dieser schwierigen Zeit zu begleiten und sie fortzubilden. Es gab telefonische Beratungen, vermehrte Online-Aktionen und viele andere Aktionen. Auch viele Einheimische hätten die Region in dieser Zeit neu entdeckt. Die Mitarbeiter aus den Tourismusämtern registrierten vor allem äwhrend des Lockdowns eine vertärkte Nachfrage nach Wander- und Radangeboten. Stark sei auch die Nachfrage nach autarke Wohneinheiten, wie Ferienwohnungen und -häusern sowie Campingplätzen.
Landrat Roland Grillmeier, der am Dienstag die Leitung des Lenkungsausschusses vom Neustädter Landrat Andreas Meier übernahm, meinte, dass die Region diese Chance nutzen müsse. "Urlaub daheim" liege jetzt voll im Trend, und der Oberpfäzer Wald habe mit seinen drei tollen Naturlandkreisen und dem städtischen Flair der Stadt Weiden hier viel zu bieten. "Das ist eine tolle Kombination, mit der wir schon in der Vergangenheit Riesenerfolge feiern konnten." Zudem dürfe man nicht vergessen, dass der Tourismus auch den Einwohnern der Region einen Mehrwert biete.
Ganz unbeschadet wird die Region die Krise aber nicht überstehen. Es wird wohl auch hier einige Gasthöfe und Gasthäuser geben, die nach der Krise nicht mehr öffnen. Meistens, so berichteten die Mitarbeiterinnen, werde dabei aber wohl die Entwicklung nur beschleunigt. Es gehe dabei meistens um Betriebe, bei denen sich das Ende ohnehin schon länger abgezeichnet habe, weil es keine Nachfolger für den Betrieb gebe.















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