Wie täuschend ähnlich der 55-Jährige aus Lauda-Königshofen dem Original sieht, konnte ein Millionen-Publikum im Dezember 2021 in der ARD feststellen: Im „Tatort“ mit Maria Furtwängler war nicht nur der „echte“ Udo Lindenberg dabei, sondern auch eine ganze Schar an Lindenberg-Doubles – darunter Wartha in einer herausgehobenen Rolle. „Ich war ungefähr 15 oder 16 Jahre alt, als ich auf Udo Lindenberg aufmerksam geworden bin“, erinnert sich Wartha im Gespräch mit Oberpfalz-Medien.
Seiner Schwester hatte er damals eine Schallplatte von Lindenberg zum Geburtstag geschenkt, als die dann wenig später von Zuhause ausgezogen sei, habe er diese Platte dann mehr oder weniger „übernommen“. „Die Musik und die Texte hatten einfach Hand und Fuß, damit konnte ich mich identifizieren“, so Wartha. Ein Gefühl übrigens, das bis heute angehalten hat. „Egal, ob die älteren Sachen oder aktuell die Zusammenarbeit mit Apache 207 – das passt einfach!“
Mit dem "echten " Udo auf der Bühne
Schon in der Jugend hat Wartha begonnen, sich wie Udo Lindenberg zu kleiden – diesen „Look“ hat er sich bis heute bewahrt. Ende der 1980er Jahre hat er das erste Konzert besucht, im Laufe der Jahre wurden es immer mehr. Persönlich kennengelernt hat er Lindenberg von genau 20 Jahren bei einem Konzert – da holte ihn Udo auf die Bühne, gab ihm ein Mikro in die Hand und gemeinsam sangen sie „Alles klar auf der Andrea Doria“. „Daraus ist eine richtige Freundschaft entstanden, ich war auf vielen Tourneen dabei und stand bei den Konzerten gelegentlich mit auf der Bühne“, erzählt Wartha. Auch eine schwere Nierenerkrankung konnte ihn nicht davon abhalten. Als Wartha schließlich eine Niere transplantiert worden war, hat ihn Lindenberg im Krankenhaus angerufen und zur Premiere des Musicals „Hinterm Horizont“ nach Berlin eingeladen.
Auf der Bühne: „Udo pur“
Wenn Wartha auf der Bühne steht, dann ist er „Udo pur“ und begeistert mit Lindenbergs Lieder die Zuhörer. Ist es denn nicht schwer, jemanden wie Lindenberg zu imitieren? „Das hat sich ehrlich gesagt im Laufe der Jahre entwickelt. Natürlich übt man die Texte und die Bewegungen“, sagt Wartha.
Heute steht er nicht nur als Udo-Double auf der Bühne, sondern ist auch ein gefragter Referent beispielsweise in Schulen. Als Botschafter der Deutschen Nierenstiftung wirbt er zum einen für die Widerspruchslösung, zum anderen macht er aber auch Werbung für die Udo-Lindenberg-Stiftung und deren sozialen Projekte in Afrika.
Auftritt in Tirschenreuth
- Wann?Freitag, 23. Juni
- Wo? Open-Air im Fischhofpark im Rahmen des Kultursommers
- Was? 18.30 Uhr: Auftritt des Kölner Singer-Songwriters Wolfgang Hildebrandt und des Rock-Duos Patrick Münkel und Anke Dinkel; 19 Uhr: Show von Udo-Lindenberg-Double und Panik-Pate Rudi Wartha mit Gastauftritten des Kinderchors "Coole Socken" sowie von Wolfgang Hildebrandt, Patrick Münkel und Anke Dinkel sowie den Tänzerinnen Jule Schreck und Janina Sack













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