Die 26-jährige Tamara Bauernfeind aus Weiden sieht die seit Dienstag eingeführte Corona-Warn-App kritisch. "Ich finde, sie hilft nicht", sagt sie. Gerade ältere Personen, die zur Risikogruppe zählen, würden nicht einmal ein Smartphone besitzen und hätten dann gar keinen Zugang zu der App für das Handy. "Das bringt dann nicht viel und macht in meinen Augen einfach keinen Sinn." Vor allem der Datenschutz bereite der Studentin große Sorgen und darum werde sie die App nicht nutzen. "Ich bin sehr vorsichtig, was das Handy anbelangt, ich habe es draußen deshalb auch meistens gar nicht dabei."
Lukas Meister ist "ein Fan" von der App, wie der 30-jährige aus Tirschenreuth sagt. "Ich finde, mit der App können Infektionsketten unterbrochen werden, wenn sie möglichst viele gewissenhaft nutzen." Er werde sich die Corona-Warn-App in den nächsten Tagen installieren, sobald Erfahrungsberichte folgen. Sorgen um seine Daten mache er sich "überhaupt nicht", sagt der 30-Jährige. "Die App stammt quasi von der Regierung und der vertraue ich." Er sei auch in den sozialen Medien unterwegs, nutze Facebook und Instagram intensiv. "Wenn ich dort bin, muss ich mir über die App schon zehnmal keine Gedanken machen."
"Ich habe mir die App schon heruntergeladen", sagt der 27-jährige aus Kemnath. "Ich finde sie gut und finde nicht, dass sie in persönliche Daten eingreift." Er habe eine ganz klare Haltung: "Wer wegen Datenschutz herumweint, der möge so konsequent sein, und sich auch bei Facebook, Whatsapp und Instagram löschen." Gärtner informiere sich lieber so gut wie möglich. "Ich möchte ein ruhiges Gewissen haben, wenn ich unter Leute gehe." Denn jeder trage in dieser Zeit Verantwortung. Gärtner wolle sich und die Personen in seinem Umfeld schützen und habe die Nachrichten zur App-Entwicklung regelmäßig verfolgt.
"Ich finde die Idee grundsätzlich sehr gut", sagt der 25-jährige Tirschenreuther. Er wolle sich und seine Mitmenschen schützen. Die App habe sich Fischer aber zunächst noch nicht heruntergeladen. "Ich möchte erst einmal die ersten Erfahrungsberichte abwarten." Er wolle erst sehen, wie viele Personen die App verwenden und dann entscheiden, wie sinnvoll sie ist. "Dann lade ich sie mir in zwei oder drei Wochen herunter." Das Thema Datenschutz verunsichere Fischer bei der App aber noch. "Auch, wenn versprochen wird, dass man sich keine Sorgen darüber machen muss, möchte ich das einfach noch beobachten."


















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