Integrationslotse Davon Runschke freute sich in seiner Begrüßung über die starke Resonanz, die dieser Empfang fand. Gleichzeitig versicherte er den Ehrenamtlichen weiterhin Unterstützung. Landrat Wolfgang Lippert erinnerte an den Sommer 2015, als sehr viele Flüchtlinge nach Deutschland und in den Landkreis kamen, und an das spontane Helferfest am 15. November des gleichen Jahres in der Wiesauer Dreifachturnhalle. "Seitdem ist viel Zeit vergangen. Es ist Zeit, sich bei allen Ehrenamtlichen zu bedanken."
1500 Geflüchtete
Der Landrat machte deutlich, dass der Landkreis das Ehrenamt sehr ernst nehme und nannte es unverzichtbar für eine funktionierende Gesellschaft. "Gerade unsere Ehrenamtlichen waren es, die den Flüchtlingen ein Ankommen ermöglichten und die Integration gestalteten. Sie waren es, die den Flüchtlingen die größten Ängste nahmen und ihnen einen Halt, Hoffnung und Trost gaben."
Lippert blickte kurz zurück: Seit 2015 sind rund 1500 Geflüchtete durch die Betreuung des Landkreises und der Ehrenamtlichen gelaufen. Aktuell sind 900 Personen im Landkreis noch gemeldet. Der Landrat wusste, dass etwa jeder Zweite, der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, auch vermittelt wird.
Zudem verwies der Landrat auf das große Arbeitsfeld der Ehrenamtlichen, die sich neben Ankunft und Erstaufnahme, auch um persönliche Dinge und die Aufnahme in die Gemeinschaft kümmerten. Die Hilfestellung reichte weiter bei der Unterstützung zur Wohnungssuche und Hilfe bei der Suche nach Ausbildung und Arbeit. "Die Ehrenamtlichen gaben Hilfestellung bei vermehrt auftretenden psychischen Erkrankungen, bei der Bewältigung der Traumata, bei der Überwindung der sprachlichen Barrieren und waren vor allem auch menschlich da."
"Großer Dank"
Er berichtete, dass sich viele Helfer aus der Flüchtlingsarbeit zurückgezogen haben, weil ihnen nach vier Jahren einfach die Luft ausgegangen sei. "Umso mehr freue ich mich, dass sie heute alle gekommen sind." Lippert stellte fest, dass es einen generellen Wandel gebe: "Vor allem nimmt langfristiges ehrenamtliches Engagement immer mehr ab. Deshalb dürfen wir unserer Leute nicht überstrapazieren. Wir sind allen zu großem Dank verpflichtet." Das Trompetenensemble der Kreismusikschule umrahmte die Feierstunde musikalisch. Im Anschluss genossen die Gäste Zoigl und eine Brotzeit.















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