14.12.2020 - 12:05 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Veterinäramt Tirschenreuth in neuen Räumen

Seit Oktober hat das Veterinäramt Tirschenreuth eine neue Heimat. Der Grund: Das Gesundheitsamt brauchte mehr Platz.

Landrat Roland Grillmeier und Veterinäramtsleiter Dr. Klemens Dötsch trafen sich mit Vorstand Rainer Lukas und Dominik Schürz von der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz Nordoberpfalz (von links) zur Einweihung der neuen Räume des Veterinäramts.
von Externer BeitragProfil

Bisher war das Veterinäramt Tirschenreuth im Gebäude des Gesundheitsamtes (St.-Peter-Straße 33) in Tirschenreuth untergebracht. Da das Gesundheitsamt wegen der Corona-Pandemie aber mehr Platz brauchte, brauchte das Veterinäramt einen neuen Standort. Fündig wurde das Landratsamt bei einer Immobilie der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz, welche eine leerstehende Praxis in Tirschenreuth (Mitterteicher Straße) 15 zum Vermieten hatte. Es ist die ehemalige Praxis Dr. Höhn.

Der Umbau sei innerhalb kürzester Zeit erfolgt, machte Landrat Roland Grillmeier kürzlich bei einem kleinen Einweihungstermin deutlich. Schon zum 1. Oktober zog das Veterinäramt um. "Gerade rechtzeitig, denn an diesem Tag kamen 15 neue Mitarbeiter für das Gesundheitsamt, welche gleich die bisherigen Büroräume des Veterinäramtes brauchten", schreibt das Landratsamt in einer Mitteilung.

Fischotterberater auch vor Ort

Im Veterinäramt Tirschenreuth arbeiten zurzeit fünf Amtstierärzte, ein Veterinärassistent und zwei weitere Mitarbeiter. Auch der Fischotterberater ist organisatorisch dem Veterinäramt zugeordnet. Leiter des Veterinäramtes ist Dr. Klemens Dötsch, seine Stellvertreterin ist Dr. Elisabeth Prölß.

Aktuell stehe die Vorbereitung auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Landkreis Tirschenreuth im Vordergrund. Im September trat die ASP erstmals in Deutschland an der polnischen Grenze auf. Seitdem wurde die Krankheit bei inzwischen fast 300 Wildschweinen in Brandenburg und Sachsen nachgewiesen. Hausschweine sind bisher nicht betroffen. "Besonders für Jäger und Schweinehalter sind besondere Vorsichtsmaßnahmen wichtig, damit keine Verschleppung oder ein Eintrag in Schweinebestände erfolgt." Auch durch nicht erhitzte Lebensmittel wie Salami oder Schinken kann die Krankheit, die für den Menschen und andere Tiere vollkommen ungefährlich ist, übertragen werden.

Geflügelpest als Bedrohung

Eine weitere Bedrohung sei aktuell die Geflügelpest (auch Vogelgrippe genannt), die seit diesem Herbst an den Küsten Norddeutschlands bei vielen dort überwinternden Zugvögeln und auch im Landkreis Passau nachgewiesen wurde. Leider habe der Erreger im Norden auch Hausgeflügelbestände infiziert, die daraufhin gekeult werden mussten. Wo die Geflügelpest auftritt, werde vorsorglich die Stallpflicht für das Hausgeflügel angeordnet (Verbot der Freilandhaltung). Im Landkreis Tirschenreuth war dies zuletzt im Winter 2016/2017 der Fall. Das Veterinäramt weist darauf hin, dass Jäger Proben von Wildschweinen zur Untersuchung auf Trichinen sowie Blutproben von Wildschweinen zur Untersuchung auf Schweinepest und die Aujeszkysche Krankheit (AK) bei der Behörde in Tirschenreuth (Mitterteicher Straße) abgeben können.

In den alten Räumen des Veterinäramts Tirschenreuth sind Mitarbeiter des Gesundheitsamts untergebracht

Tirschenreuth
Hintergrund:

Das Veterinäramt Tirschenreuth

  • Hauptaufgaben: Tierseuchenbekämpfung, Tierschutz, Tierarzneimittelrecht, Futtermittelrecht und Kontrolle/Überwachung der Hygiene bei Lebensmitteln tierischer Herkunft.
  • Ansprechpartner für: Landwirte, Teichwirte, andere gewerbliche Tierhalter und Züchter, Jäger, Imker, Viehhändler und Transporteure, Metzger und deren Verbände sowie praktische Tierärzte haben regelmäßig Berührungspunkte mit dem Veterinäramt.
  • Neue Anschrift: Veterinäramt Tirschenreuth, Mitterteicher Straße 15, 95643 Tirschenreuth, Telefon: 09631/7989010. Die bisherigen Durchwahlnummern sind gleich geblieben.

 

 

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