17.01.2021 - 10:35 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Viele mit aktueller Situation überfordert

Stadtpfarrer und Regionaldekan Georg Flierl geht bei der 405. Wallfahrt auf die Pandemie ein.

Hauptzelebrant der 405. Wallfahrt für die Kirche war Kaplan Daniel Fenk.
von Konrad RosnerProfil

Eigentlich hätte Professor Dr. Christian Schulz aus Hahnbach, Heimatpfarrer von Kaplan Daniel Fenk, die 405. Monatswallfahrt anführen sollen. Doch Schulz sagte kurzfristig wegen der schlechten Straßenverhältnisse und der aktuellen Situation ab. Somit fungierte Kaplan Daniel Fenk als Hauptzelebrant, Stadtpfarrer Georg Flierl übernahm die Predigt. Gesanglich wurde der Wallfahrtsgottesdienst von Christine Kohl, Otmar Andritzky und Kornelia Cichon (sie spielte auch an der Orgel) umrahmt. Übrigens, Pfarrer Schulz will am 13. Juli den Wallfahrtsgottesdienst anführen.

In seiner Predigt verwies Stadtpfarrer Georg Fierl auf die aktuelle Pandemie-Situation, die sehr bedrückend sei. Umso dankbarer sei er, dass zumindest Gottesdienste stattfinden dürfen. Er appellierte an alle, die Messe zu nutzen, um stellvertretend für andere, wie Kranke oder Beschäftigten in den Krankenhäusern und Heimen, die nicht an Gottesdiensten teilnehmen könnten, einzutreten. In vielen Krankenhäusern und Pflegeheimen sei die Lage dramatisch, da auch viele Pfleger erkrankt seien.

In vielen anderen Ländern sei die Lage aber noch dramatischer, etwa Uganda. Flierl ging in seiner Predigt auf das Land Uganda ein, aus dem die Tirschenreuther Schwestern kommen, wo ein Diktator seit 35 Jahren an der Macht sei, dem die Sorgen der Menschen nebensächlich seien. Wir aber hätten die Möglichkeit, es Jesus gleich zu tun, etwa in der immerwährenden Anbetung im Stillen und in der Einsamkeit oder auch beim Spazierengehen. Viele seien in der aktuellen Situation überfordert, in den Familien gebe es viel Krankheits- und Sterbefälle. Viele seien auch überfordert in der Betreuung ihrer Kinder.

Man könne nur dankbar sein für diejenigen Menschen, die mit hohem Einsatz aktuell tätig seien, um Abhilfe zu schaffen. Dass am Ende das Gute siege, gehöre in das Gebet mit hinein. Mit vertrauensvollem Gebet könne man sich an Gott wenden, er werde uns alle aus den Bedrückungen herausholen. Anführer der 406. Monatswallfahrt am 13. Februar ist Waldsassens Stadtpfarrer Dr. Thomas Vogl.

Unter Zugrundelegung der aktuellen Auflagen war die 405. Wallfahrt in der Stadtpfarrkirche gut besucht.
Mittels eines langen Geldsäckels wurde das Opfergeld eingesammelt.
Kaplan Daniel Fenk und Stadtpfarrer Georg Flierl zelebrierten den Wallfahrtsgottesdienst.

 

 

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