Tirschenreuth
02.05.2022 - 15:28 Uhr

Volksfeststimmung an den Maibäumen im Landkreis Tirschenreuth

Der Mai ist gekommen, und mit ihm die Feierlaune: Überall im Landkreis Tirschenreuth ragen seit dem Wochenende prächtige Maibäume in den Himmel. Ebenso prächtig war die Stimmung rund um die Frühlingssymbole.

Muskelschmalz in Friedenfels

Pure Muskelkraft ist traditionell im Friedenfelser Ortsteil Frauenreuth gefragt, wenn es ans Maibaumaufstellen geht. Unterstützt von energischen "Hau ruck"-Rufen hievte der Schützenverein, unterstützt von der Dorfgemeinschaft, den 27 Meter hohen Stamm in die Höhe. Das Spektakel am Dorfanger fand bereits zum 57. Mal statt. Ohne Corona wäre nächstes Jahr ein Jubiläum zu feiern. „Das 60. Mal schaffen wir aber auch noch“, versprachen die Verantwortlichen.

Applaus in Waldsassen

Ein richtiges kleines Bürgerfest war am Samstag in Waldsassen rund um den Maibaum zu beobachten. Hunderte Schaulustiger beobachteten auf dem Johannisplatz das Aufstellen des Baums, der auf Geheiß von Kommandogeber Karlheinz Hoyer noch auf 26 Meter eingekürzt wurde. Das Publikum applaudierte, als der Baum in der Senkrechten sicher verankert war. Zu den Klängen des Defiliermarschs und weiterer Blasmusikstücke unterhielten sich die Gäste noch lange bestens.

Böllerschüsse in Tirschenreuth

In der Kreisstadt ist der Maibaum seit vielen Jahren auch eine Sache des Trachtenvereins. "D`Werdenfelser" und die Feuerwehr stellten mindestens 30 Helfer, die sich um das Schmücken und Aufstellen des Frühlingssymbols kümmerten. Nachdem die Böllerschützen vom gelungenen Werk gekündet hatten, blieben viele Zuschauer lange am Marktplatz und feierten, auch wenn diesmal kein Zelt aufgestellt war.

Groschlattengrün mit Ukraine-Farben

Der Burschen- und Moidlaverein Groschlattengrün band diesmal aus aktuellem Anlass nur blaue und gelbe Bänder an die Maibaumkränze. Das hat einen guten Grund: Ganz in der Nähe hat eine Familie aus der Ukraine eine Unterkunft gefunden. Das Fest rund um den Maibaum zog viele Besucher an.

Ottengrüner Baum in Bärnau

Sorgsam bewachte die Feuerwehr in Bärnau ihren eigenen Maibaum vor dem Aufstellen. Das im Stadtwald geschlagene Exemplar bekam unvermutet sogar für eine Nacht Gesellschaft: Der aus Ottengrün bei Bad Neualbenreuth entführte Maibaum wurde zwischengelagert, bis die Auslöse in Form von Bier und Weißwürsten eintraf. Das Aufstellen des eigenen Maibaums bereitete in Bärnau rund 30 kräftigen Helfern Arbeit. „Jeder war heiß darauf, mit anzuheben“, kommentierte Feuerwehrkommandant Michael Zintl das Fest nach der Corona-Zwangspause.

Höhenrätsel in Falkenberg

Wie man eine Fichte in einen Maibaum verwandelt, beweist seit Jahrzehnten in Falkenberg der Oberpfälzer Waldverein. Erst am Feiertag wurde der bei Tannenlohe gefällte Baum aus dem Wald geholt und mit den vorbereiteten Kränzen geschmückt. Aus der genauen Höhe des Exemplars machten die Veranstalter ein Rätsel: Wer den 26,5 Metern am nächsten kam, bekommt den ausgedienten Baum. Auch in Falkenberg war das Maibaumfest ein Publikumsrenner.

Warteschlangen in Konnersreuth

Riesenstimmung herrschte in Konnersreuth beim Maibaumfest. Die Mitglieder des Burschenvereins waren noch am Tag danach beim Aufräumen überwältigt vom Andrang, der das Aufstellen am Samstag begleitet hatte. Nach schweißtreibender Arbeit stand der 28 Meter hohe Stamm schließlich sicher verankert am Therese-Neumann-Platz. Das Festzelt war voll, die Warteschlangen vor den Verpflegungsständen waren lang und die Veranstalter hochzufrieden.

 
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