23.09.2018 - 12:59 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Vorbehaltlos auf Gott vertrauen

Professor Dr. Johannes Hofmann führt die 377. Wallfahrt für die Kirche an. Organist Wilhelm Heidtmann umrahmt den Festgottesdienst musikalisch.

Den Gottesdienst anlässlich der 377. Wallfahrt für die Kirche zelebrieren (von links) Stadtpfarrer Georg Flierl, Kaplan Paul Gebendorfer, Professor Dr. Johannes Hofmann, Pfarrer Martin Neumaier und Pater Klaus Kniffki.
von Externer BeitragProfil

„Nach dem Hochfest der Aufnahme der heiligen Jungfrau und Gottesmutter Maria in den Himmel möchte ich nochmals auf den geistlichen Reichtum dieses Festes zu sprechen kommen und zusammen mit Ihnen betrachten, wie erfrischend dieses Fest für unseren Glauben ist.“ Mit diesen Worten begann der Hauptzelebrant seine Predigt.

Sehr anregend seien dazu die Gedanken des heiligen und begnadeten Kirchenvaters Johannes von Damaskus, der vor mehr als 1250 Jahren in Jerusalem lebte und in dessen Predigten er die Gottesmutter sehr persönlich ansprach, so Professor Dr. Johannes Hofmann. "Dabei verglich der Heilige den Heimgang Mariens mit einer nur vorübergehenden Verdunkelung des Himmels bei einer Sonnenfinsternis, nach deren Ende die Sonne wieder in unverkürzter Schönheit strahlt."

Nach diesen Zitaten kam Pfarrer Hofmann auf die Lesung des Tages zu sprechen, in welcher von einer Vision des alttestamentlichen Patriarchen Jakob berichtet wird. Dieser sah im Traum Himmel und Erde durch eine Leiter miteinander verbunden und auf derselben Engel auf- und niedersteigen.

"Der heilige Johannes von Damaskus sieht in dieser Himmelsleiter ein Bild für Maria. In ihrer Person stieg das ewige Wort Gottes in unsere Welt hinab und wird als Marias Sohn, als Jesus von Nazareth, einer von uns, ein wahrer Mensch. So sah der Patriarch Jakob viele Jahrhunderte vor der Geburt unseres Herrn die durch Maria ermöglichte Begegnung zwischen Himmel und Erde voraus."

Anschließend stellte Professor Johannes Hofmann an die Kirchenbesucher die Frage, wie Maria als Himmelsleiter helfen könne eine Verbindung zwischen Himmel und Erde "auch in unserem Leben konkret zu verwirklichen". Es beginne mit Marias stets bereitem „Ja“, denn Glaube sei im Tiefsten ein „Ja“, eine vorbehaltlose Zustimmung: „Ja, Herr – ich vertraue auf Dich, mir geschehe nach Deinem Wort“, so der Geistliche weiter. Maria sage auch „Ja“ zum Engel, als er ihr die Botschaft ihrer Gottesmutterschaft bringt. "So kann durch das Wirken des Heiligen Geistes das ewige Wort Gottes aus Maria Fleisch annehmen und als Jesus von Nazareth einer von uns werden. Maria lädt uns ein, dass auch wir Gott in unserem Leben mehr und mehr groß sein lassen und es so ermöglichen, dass Gott unter uns gegenwärtig ist."

Mit folgendem Gebet schloss der Anführer der Wallfahrt seine Predigt: „Heilige Jungfrau, schließlich zeigst du uns als Himmelsleiter auch das Ziel unseres Lebens, das himmlische Reich unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus, wo wir in der Gemeinschaft mit dir, allen Engeln und Heiligen und mit allen unseren Lieben, die uns schon vorausgegangen sind, unsere Vollendung erwarten und ihn preisen dürfen, deinen Sohn, unseren Herrn Jesus Christus, der zugleich unser Herr und Gott, aber auch unser Bruder ist und der dort mit dem Vater und dem Heiligen Geist lebt und herrscht in alle Ewigkeit."

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