21.05.2019 - 17:43 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Wirtschaftsförderung auf digitalem Weg

Seit Anfang April ist Volker Höcht der neue Wirtschaftsförderer im Landkreis Tirschenreuth. Er selber sagt: „Der Arbeitsmarkt ist momentan bombastisch.“ Der Wiesauer nennt die Gründe, warum es die Wirtschaftsförderung trotzdem braucht.

Wirtschaftsförderer Volker Höcht hat sein Büro im Landratsamt.
von Martin Maier Kontakt Profil

Nach kurzer Einarbeitungszeit und zig Gesprächen mit Unternehmen und Kollegen hat Höcht drei Hauptthemen für seine künftige Arbeit fixiert. Ganz oben auf seiner Agenda steht das breite Feld Digitalisierung. "Da fehlt bei einigen kleinen Unternehmen einfach das nötige Know-how. Hier wollen wir Unterstützung und Kontakte anbieten", sagt der 40-Jährige. In diesem Zusammenhang liege ihm besonders der Ausbau der Kooperation mit der Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden (OTH) am Herzen.

"Der Fachkräftemangel brennt allen auf den Nägeln", nennt der Wiesauer als zweites Thema den Aufbau eines Rückkehrer-Managements. Dies ziele hauptsächlich auf Leute ab, die momentan in Ballungsräumen wohnen. "Wir wollen eine Strategie entwickeln, diese Personen gezielt anzusprechen." Bei der Fachkräftesicherung nehme auch der Arbeitskreis Schule/Wirtschaft eine elementare Rolle ein.

Den Rahmen schaffen

Der dritte Punkt ist laut Höcht die Aus- und Weiterbildung. In diesem Zusammenhang verweist er auch auf Ausbilder-Gutscheine für Klein- und Kleinstunternehmen (Betriebe mit weniger als 50 Beschäftigte und bis 10 Millionen Euro Umsatz im Jahr). Diese müssen keine Lehrgangs- und Prüfungsgebühren für den Kurs "Ausbildung der Ausbilder" (AdA) zahlen (www.ada-gutschein.de).

Erfreut ist der 40-Jährige, dass viele Unternehmer selber auf ihn zukommen. Die Gespräche würden sich hauptsächlich um Fördermöglichkeiten, Digitalisierung sowie Kontakte zur Regierung und zu Ministerien drehen. Im Bereich der Standortsicherung und -weiterentwicklung gab es bisher unter anderem Vor-Ort-Termine mit Unternehmen, Messebesuche und die Einarbeitung zu Förderkulissen.

Wichtig sei auch der Kontakt zu "Invest in Bavaria", der Ansiedlungsagentur des Bayerischen Wirtschaftsministeriums. Allerdings betont der Wiesauer: "Die Wirtschaftsförderung ist keine Unternehmensberatung. Wir müssen neben den Kommunen die passenden Rahmenbedingungen für die Firmen liefern."

In den nächsten Wochen will Höcht verstärkt die Gespräche mit den Kreistagsfraktionen und Bürgermeistern suchen. "Ich will mit ihnen über unsere Ideen diskutieren und sie mit ins Boot holen."

Außerdem weist er darauf hin, dass die Gründerberatung weiterhin im Gründerzentrum Waldsassen ist. "Dort ist alles in den bewährten Händen von Helene Kunz. Sie organisiert dort alles." Zukünftig sei geplant, auch eine Nachfolgeberatung für Unternehmen anzubieten. Zudem bekomme der Internetauftritt der Wirtschaftsförderung einen komplett neuen Anstrich. "Darüber läuft oft die erste Kontaktaufnahme", ist sich Höcht sicher.

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