Die Leiterin des Tirschenreuther Tourismuszentrums Oberpfälzer Wald präsentierte dem Kreisausschuss im Landratsamt aktuelle Zahlen, die 2018 auf ein weiteres Wachstum hoffen lassen. Von Januar bis Oktober gab es bei den Übernachtungen ein Plus von 3,7 Prozent auf 347 215. Bei den Ankünften betrug das Plus 1,8 Prozent auf 104 289. Im Schnitt bleiben die Gäste gut drei Tage. Das ist zwar weit weniger als der Zuwachs von 2017, als es bei den Übernachtungen ein Plus von rund 13 Prozent gab. "Das war Wahnsinn", so Wenisch. Doch diese Zahl sei unter anderem dadurch möglich geworden, weil vorher zwei neue große Beherbergungsbetrieb, das "Aribo-Hotel" in Erbendorf und das "Pyramide-Hotel" in Neualbenreuth, eröffnet hatten.
Das große Problem des Landkreises ist: Trotz der neuen Hotels sind in der Hochsaison fast keine Zuwächse mehr möglich, weil nahezu alle Betten belegt sind. Kapazitäten habe die Region noch in der Vor- und Nachsaison, in denen Wandern und Radeln hoch im Kurs stünden. "Deshalb werden wir massiv dafür werben, weil wir da noch Spielraum haben", kündigte Wenisch an.
Noch Luft nach oben gibt es beim Online-Marketing. 34 Prozent der Betriebe könne man derzeit online buchen. Wenisch: "Da ist noch viel Luft nach oben." Allerdings habe sich da in den vergangenen Jahren schon viel getan. 2012 seien gerade mal 300 Betriebe online buchbar gewesen. Heute seien es bereits 2900. Das sei eine Verzehnfachung in sechs Jahren. Die Tourismusgemeinschaft Oberpfälzer Wald wolle dies auch weiter fördern. Unter anderem seien Fortbildungen für Rad- und Wandertourismus sowie ein "Online-Check" für die Betriebe geplant. Weiter arbeite die Region derzeit an der Oberpfalz-Radrunde, dem Ausbau des Naturtourismus' und einer digitalen Wanderkarte.
Die Zusammenarbeit der drei Landkreise Tirschenreuth, Neustadt und Schwandorf sowie der Stadt Weiden hat sich bewährt, darin waren sich alle Kreisräte einig. Es gab deshalb auch keinerlei Diskussion um den Vorschlag der Verwaltung, die bisher praktizierte Kooperation in eine schriftlich fixierte Zweckvereinbarung umzuwandeln. Damit wurden die derzeitige Organisationsstruktur, die Finanzierung sowie die Aufgaben- und Arbeitsaufteilung verbindlich geregelt.
Unter anderem soll damit die touristische Marke Oberpfälzer Wald konsequent als Destination weiterentwickelt werden. Die Geschäftsführung wechselt wie bisher im dreijährigen Turnus zwischen den drei Landkreisen im Oberpfälzer Wald. Bis 2020 hat die Geschäftsführung noch Neustadt inne, dann ist wieder Tirschenreuth an der Reihe. Landrat Wolfgang Lippert betonte, dass er in dieser Zweckvereinbarung den richtigen Weg sieht: "Die Zusammenarbeit ist sehr harmonisch und funktioniert gut." Man müsse den Hut davor ziehen, wie viele neue Impulse hier auf den Weg gebracht würden. Der Beschluss fiel einstimmig aus.













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