27.02.2020 - 13:53 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Weiter Ziel, den Ärmsten zu helfen

Karl Mehler steht an der Spitze der "Aktion Solidarität". Damit ist Mehler auch Chef einer anerkannten Hilfsorganisation. Immerhin hat die Aktion im vergangenen Jahren rund 20 000 Euro an Geldspenden erhalten.

Das neu gewählte Vorstandsteam der Aktion Solidarität (von links) mit Herbert Bock, Stadtpfarrer Georg Flierl, Christiane Eschenbeck, Werner Fritsch, Vorsitzenden Karl Mehler, Günter Kopf, Monika Seidel und Bürgermeister Franz Stahl.
von Konrad RosnerProfil

Der Verein "Aktion Solidarität" kann weiter existieren. Am Mittwochabend wurde wieder bei der Jahreshauptversammlung eine funktionierende Vorstandschaft gewählt, nachdem das bisherige Führungs-Duo, Tobias Heindl und Lorraine Kliebhan, auf einer Wiederwahl verzichtet hatte. Zum neuen Vorsitzenden wurde Karl Mehler gewählt, seine künftige Stellvertreterin ist Monika Seidel.

Zu Beginn der Jahreshauptversammlung freute sich Stadtpfarrer Georg Flierl über eine gut besuchte Jahreshauptversammlung und dankte zugleich den bisherigen beiden Vorsitzenden für ihre Arbeit. Sein weiterer Dank galt jenen, die sich in den vergangenen Wochen in vielen Gesprächen vehement mit eingebracht haben, um den Fortbestand der "Aktion Solidarität" zu sichern.

Kleider, Möbel und Nähmaschinen

Nach dem Totengedenken für die verstorbenen Mitglieder gab der scheidende Vorsitzende Tobias Heindl einen kurzen Rechenschaftsbericht ab. Er erinnerte an so manche Spende, die Irene Baumgartner erhielt, die damit in Kenia anfallende Krankenhausrechnungen bezahlte. Weiter wies er darauf hin, dass über eine andere Hilfsaktion viele Kleidungsstücke nach Togo abgegeben wurden.

Geroldine Ondrusek ergänzte, dass nach Ruanda ein Container mit hauptsächlich Nähmaschinen, Fahrrädern und Bettdecken, aber mit Werkzeugen und Waschmaschinen ging. In den Kosovo, Albanien und nach Bosnien wurde ein kompletter Wagen mit Möbel transportiert. Einen Einblick in die Finanzen der Aktion Solidarität gab Christiane Eschenbeck, die die Einnahmen und Ausgaben auflistete. Der Verein habe im vergangenen Jahr rund 20 000 Euro an Geldspenden erhalten, dazu kamen noch eine ganze Reihe von Sachspenden. Dei anschließende Entlastung erfolgte einstimmig.

Korrekturen vorgenommen

Stadtpfarrer Georg Flierl, der sich im Vorfeld massiv für die Weiterführung des Vereins eingesetzt hatte, verwies darauf, dass sich die Ausrichtung des Vereins seit der Gründung verändert und weiter entwickelt habe. Deshalb seien einige Korrekturen in der Vereinsarbeit nötig. Auch eine breitere Vernetzung werde angestrebt, zudem solle das Internet und die Neuen Medien in der Vereinsarbeit mit eingebaut werden, damit der Informationsfluss besser werde. Erste Hauptaufgabe der neuen Vereinsführung werde sein, eine neue, modernere Vereinssatzung zu erarbeiten, die dann in einer weiteren Versammlung den Mitgliedern zur Abstimmung vorgelegt werde. Flierl sicherte dafür und auch in der weiteren Vereinsarbeit seine aktive Unterstützung zu.

Bei den Neuwahlen, die Wolfgang Trottmann leitete, wurde als Kassiererin und Buchhalterin Christiane Eschenback in ihrem Amt bestätigt. Zum Schriftführer wurde erneut Werner Fritsch gewählt. Kassenprüfer sind künftig Günter Kopf und Herbert Bock.

In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Franz Stahl der "Aktion Solidarität" für die seit Jahrzehnten erfolgreiche Arbeit für die Armen in der Welt. Besonders hob er die Tatsache hervor, dass die "Aktion Solidarität" den Menschen vor Ort helfe, dies sei ein ganz entscheidender Faktor. Dies punktuelle und gezielte Hilfe sei ganz besonders wichtig. Großes Lob zollte er Geroldine Ondrusek, "der Mutter des Vereins", wie er sie bezeichnete. Dem neuen Vorsitzenden Karl Mehler sicherte er seine Unterstützung zu.

Dank für Unterstützung

Anneliese Müller dankte der Stadt Tirschenreuth für ihre Unterstützung, vor allem für die Tatsache, dass sie dem Verein ein Haus zur Verfügung stelle, wo die gespendeten Sachen untergebracht werden können. Geroldine Ondrusek, die letzte noch Lebende der drei Gründungsmitglieder, dankte allen für ihren Einsatz, "sie alle haben den Verein mitgetragen und mitgeprägt". Das Ziel sei immer gewesen, den Ärmsten zu helfen und zitierte dazu aus dem Matthäus-Evangelium, "was immer ihr dem Geringsten getan habt, habt ihr mir getan",´und verwies abschließend darauf, "man sieht nur mit dem Herzen gut".

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