Tirschenreuth
20.04.2020 - 17:31 Uhr

Zwei weitere Todesfälle wegen Corona im Landkreis Tirschenreuth

Es gibt im Landkreis Tirschenreuth zwei weitere Todesfälle wegen der Corona-Pandemie zu beklagen. Insgesamt hat das Landratsamt 1062 bestätigte Fälle im Landkreis Tirschenreuth registriert.

Eine Laborantin sortiert im Institut für Virologie an der Charite Berlin Mitte, in dem Untersuchungen zum Coronavirus laufen, Proben. Bild: Christophe Gateau/dpa
Eine Laborantin sortiert im Institut für Virologie an der Charite Berlin Mitte, in dem Untersuchungen zum Coronavirus laufen, Proben.

Bis Montag, 20. April, 14 Uhr, sind im Landkreis Tirschenreuth 1062 Fälle registriert worden. Das bedeutet seit Samstag, 18. April, 14 Uhr, eine Zunahme um 9 Fälle. 2 weitere Personen aus dem Landkreis sind an dem Virus verstorben. Damit erhöht sich die Zahl der Opfer, die an SARS-CoV-2 verstorben sind, auf 83.

Im Landkreis Tirschenreuth gelten inzwischen etwa 670 Personen als genesen. Diese Zahl beruht auf einer Schätzung, die sich an den Kriterien des Robert-Koch-Instituts (RKI) orientiert. Fälle gelten als genesen, wenn deren Meldedatum länger als zwei Wochen zurückliegt und keine Hospitalisierung (Aufenthalt im Krankenhaus) ohne bekanntes Entlassungsdatum vorliegt, keine Pneumonie (Lungenentzündung) und/oder Dyspnoe (Atemnot) vorliegt und kein Todesfall gemeldet wurde.

Der Landkreis weist zudem darauf hin, dass es für die angekündigte Maskenpflicht in Geschäften, Bussen und Bahnen, die ab nächster Woche gelten soll, keine zentrale Versorgung der Bevölkerung durch den Landkreis geben wird. Die bereits an den Landkreis gelieferten Schutzmasken seien aktuell dem medizinischen und pflegerischen Personal vorbehalten. Landrat Wolfgang Lippert appelliert in diesem Zusammenhang an alle Bürger, schon ab jetzt in Geschäften, Bussen und Bahnen eine entsprechende Maske zu tragen. Dies könne auch eine selbst genähte „Behelfsmaske“ sein, die Mund und Nase bedecke. Die seien zwar nicht zertifiziert und böten keinen sicheren Eigenschutz gegen das Virus, reduzierten aber deutlich die Verbreitung von kontaminierten Tröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen. "Wichtig ist jedoch, dass trotz dem Tragen einer solchen Maske unbedingt der Mindestabstand von 1,5 Metern und alle weiteren Hygieneregeln eingehalten werden müssen", so das Landratsamt.

Des Weiteren seien bei selbst genähten „Behelfsmasken“ bestimmt Dinge, wie richtiges Waschen, zu beachten.

In Bayern soll ab nächster Woche eine Maskenpflicht in Geschäften, Bussen und Bahnen gelten. Es sollen dort Mund-Nasen-Schutz oder auch Schals Pflicht sein, wie Ministerpräsident Markus Söder in einer Regierungserklärung im Landtag ankündigte. Es gehe nicht um medizinische Masken, auch Schals seien laut Söder ausreichend, wenn sie Mund und Nase bedeckten.

Weitere aktuellen Informationen rund um dieses Thema sind auf der Homepage des Landkreises Tirschenreuth (www.kreis-tir.de) abrufbar.

Tirschenreuth19.04.2020
 
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