Viele Städte und Gemeinden in Deutschland – so auch Trabitz – sind für ihre Flur- und Forstwege im eigenen Gebiet zuständig. Dabei geht es insbesondere um die Verantwortung für Unterhalt, Reparaturen und die Verkehrssicherheit. In zahlreichen Kommunen regeln eigene Feldwegesatzungen die Nutzung und Pflege dieser Wege. Unterstützend wirken mitunter Jagdgenossenschaften oder Teilnehmergemeinschaften, die sich freiwillig an Pflegearbeiten beteiligen. In der Praxis befindet sich der Großteil der Wege jedoch im Eigentum der Gemeinde. Die Instandhaltung übernimmt in der Regel der Bauhof: Schlaglöcher werden beseitigt, Bankette ausgebessert, Gräben gereinigt und Wege freigeschnitten. Schäden werden häufig von Landwirten oder Bürgern direkt an das Bauamt beziehungsweise die Gemeindeverwaltung gemeldet, sodass zeitnah reagiert werden kann.
Bauausschuss auf Tour
Auch in Trabitz wurde dieses Thema aktuell aufgegriffen. Bürgermeisterin Carmen Pepiuk war im Rahmen einer Versammlung der örtlichen Jagdgenossenschaft auf verschiedene Schäden im Gemeindegebiet aufmerksam gemacht worden. Diese Hinweise nahm sie zum Anlass, gemeinsam mit dem Bauausschuss eine umfassende Ortsbegehung durchzuführen, um sich ein genaues Bild der Situation zu verschaffen und mögliche Maßnahmen vorzubereiten.
Erste Station war Zessau. Dort stand der Bereich rund um das Gemeindehaus im Fokus. Im Zuge einer noch laufenden Baumaßnahme, die voraussichtlich in der ersten Maiwoche abgeschlossen sein soll, ist bereits die Anbringung einer Bremsschwelle vorgesehen. Eine entsprechende Schwelle wurde auf der gegenüberliegenden Zufahrt bereits installiert. Vor Ort begutachtete das Gremium die Situation eingehend und kam überein, auch auf den beiden weiteren Zufahrtsstraßen solche verkehrsberuhigenden Elemente umzusetzen. „Vor allem wegen des dort befindlichen Spielplatzes ist dies mehr als sinnvoll“, lautete der einhellige Tenor der Ausschussmitglieder, die hier Handlungsbedarf sahen.
Zugewachsene Gräben in Preißach
Im Anschluss führte die Begehung nach Preißach. Dort hatte ein Landwirt den Zustand mehrerer Flur- und Feldwege beanstandet. Bei der Besichtigung zeigte sich, dass viele dieser Wege bereits seit mehreren Jahrzehnten bestehen und in der Vergangenheit oft nur notdürftig – teilweise in Eigenregie – instand gehalten wurden. Besonders auffällig waren stark zugewachsene Gräben, die den Wasserabfluss erheblich erschweren. Hinzu kommt, dass moderne landwirtschaftliche Maschinen zunehmend breiter und schwerer geworden sind, wodurch die vorhandenen Wege stärker beansprucht werden und schneller verschleißen. Der Bauausschuss legte daher fest, dass der gemeindliche Bauhof die Gräben zeitnah wieder freilegen und in einen ordnungsgemäßen Zustand versetzen soll.
Oberhalb von Preißach wurde zudem ein geteerter Weg begutachtet, bei dem das Bankett dringend erneuert werden muss. Auch mehrere Wasserdurchlässe sollen dort instand gesetzt beziehungsweise erneuert werden, um künftig einen besseren Abfluss von Oberflächenwasser zu gewährleisten. Während der Begehung nutzten auch mehrere Anwohner die Gelegenheit, weitere Mängel und Problemstellen anzusprechen. Bürgermeisterin und Bauausschuss nahmen diese Hinweise direkt vor Ort auf, verschafften sich ein Bild der Situation und sicherten zu, die gemeldeten Schäden zu prüfen und nach Möglichkeit zeitnah zu beheben.
Zuständigkeiten klären
Den Abschluss der rund zweistündigen Begehung bildete ein Termin im Bereich Bärnwinkel. Dort war auf einem Forstweg eine Überfahrt teilweise eingebrochen und stellt somit ein potenzielles Sicherheitsrisiko dar. Da sich dieser Abschnitt im Grenzbereich zu den Bayerischen Staatsforsten befindet, muss zunächst die genaue Zuständigkeit geklärt werden. Erst im Anschluss können konkrete Maßnahmen zur Instandsetzung geplant und umgesetzt werden.
Alle bei der Begehung angesprochenen Punkte sowie die vorgeschlagenen Maßnahmen werden nun in der nächsten Sitzung des Gemeinderats vorgestellt. Dort wird das Gremium über die Umsetzung beraten und entsprechende Beschlüsse fassen.













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