27.01.2019 - 16:27 Uhr
TrabitzOberpfalz

"Beste Variante für Kinder der Gemeinde"

Schon seit längerer Zeit beschäftigt sich der Trabitzer Gemeinderat mit der Zukunft des Kindergartens. Nun ist eine erste Entscheidung gefallen: Der neue Träger steht fest.

von Externer BeitragProfil

Die Entscheidung war notwendig geworden, da die Diözese signalisiert hatte, die Trägerschaft für die Kindertagesstätte niederlegen zu wollen. Hintergrund ist, dass laut Kirchenrecht in der Pressather Seelsorgeeinheit nur acht Kindergartengruppen in der Einrichtung der diözesanen Kirchenstiftung möglich sind. Allerdings gibt es jetzt schon zwölf Gruppen in diesem Bereich. Hinzu kommt, dass eine Sanierung oder ein Neubau des Kindergartens dringend erforderlich ist.

So war klar, dass sich die Gemeinde um einen Träger bemühen muss. Dabei standen mehrere Optionen zur Auswahl. "Letztlich hat sich der Gemeinderat aber für die beste Variante für die Kinder der Gemeinde entschieden", unterstrich Bürgermeisterin Carmen Pepiuk. Der ortsansässige "Learning Campus" wird künftig die Trägerschaft übernehmen. Die gemeinnützige GmbH habe zum einen durch ihr pädagogisches Konzept überzeugt, erläuterte Pepiuk. So sollen basierend auf der bestehenden guten pädagogischen Arbeit auch neue Elemente aufgenommen werden, wie etwa tiergestützte und handlungsorientierte Pädagogik.

Sehr positiv beeindruckt zeigte sich der Gemeinderat zum anderen von den organisatorischen und personellen Ansätzen. Da "Learning Campus" bereits zwei Waldkindergärten betreibt, hat er nicht nur umfassende Erfahrungen in der Leitung und Verwaltung solcher Einrichtungen. Auch die Rückmeldungen der Eltern sind bei beiden Waldkindergärten sehr positiv. "Diese Erfahrung, gepaart mit der örtlichen Nähe des Bürositzes, ist ein unschlagbarer Vorteil für die Arbeit der Kindertagesstätte", betonte Pepiuk.

Personell will "Learning Campus" mit dem bestehenden Personal weiterarbeiten und hat die Mitarbeiter bereits darüber informiert. Dabei hat der Dienstleister auch angekündigt, dass er tendenziell davon ausgeht, eher mehr Mitarbeiter in der Kindertagesstätte zu beschäftigen. Allein der Ausbau der Krippenplätze werde dies notwendig machen, erläuterte Carmen Pepiuk.

Die Bürgermeisterin freut sich sehr auf die Kooperation mit "Learning Campus". "Die Gemeinde Trabitz arbeitet bereits in vielen Bereichen mit diesem innovativen, gemeinnützigen Träger zum Wohle der Gemeinde zusammen - dies wird uns auch beim Kindergarten gelingen", sagte sie. Als nächster Schritt werden nun die Planungen für den Neubau aktualisiert, damit im Jahr 2020 damit begonnen werden kann.

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Kommentare

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Markus Eichermüller

Der Artikel list sich wie ein Werbetext…… Von der Alternative (kommunale Trägerschaft) kein Wort!

Wollte man sich darüber keine Gedanken machen? Hat die Verwaltung Angst vor Mehrarbeit und will kein zusätzliches Personal einstellen?

Wo bleibe das Versprechen der Gemeinde das Verfahren transparent und öffentlich zu gestalten!

Was ist mit der Aussage der Bürgermeisterin von Anfang Dezember: „Man habe sich die Zahlen angesehen und es schaut für die kommunale Trägerschaft ganz gut aus. Auch wenn es etwas teurer wird werde man sich sicher für das Kindeswohl (kommunal was anderes stand damals nicht zur Auswahl) entscheiden. Auch wenn Sie nicht für alle Räte sprechen kann gehe Sie davon aus das der Beschluss wahrscheinlich für die Kommunale Lösung fallen wird.“

Auf der Elternversammlung Mitte Dezember dann komplett andere Töne: „Man müsse doch die Kosten im Blick haben!“ Auch der Hinweis der Eltern das man mit Mehrkosten rechne und man für eine „kommunale Lösung“ gerne bereit ist mehr zu zahlen, wurde scheinbar nicht gehört!

Hierzu kam nur die lapidare Aussage: „Wir werden euch schon rechtzeitig sagen was Ihr zu bezahlen habt!“

Keine Frage einen „demokratisch gefassten Beschluss“ muss man anerkennen aber sieht so DEMOKRATIE aus?

Wollte man der in der Gemeinde ansässigen Firma mal wieder was zukommen lassen?

Der Buschfunk funkt das der „Träger“ erst überredet werden musste ein Angebot abzugeben!

Wie konnte man am Spirit der Bürgerversammlung vom November so vorbei entscheiden ohne Gründe dafür zu nennen?

Warum hat sich das Gremium nicht ein paar Tage Zeit zwischen Konzeptvorstellung und Entscheidung gelassen?

Hat man Angst vor der Meinung des Bürgers?

Wie konnten Gemeinderäte so kurzfristig einen Entschluss fassen, die weder auf der Bürgerversammlung noch auf der Elternversammlung anwesend waren?

Wie stehen die Volksvertreter zu dem Thema? Nächstes Jahr soll sich der mündige Bürger wieder entscheiden aber für wen?

Keiner darf scheinbar wissen wie seine gewählten Kandidaten zu dem Thema stehen!

 

Fragen über Fragen die dem Bürger alle unbeantwortet bleiben da man sich ja für den bequemeren Weg der nichtöffentlichen Entscheidungsfindung entschieden hat.

 

Jetzt habe auch ich Begriffen wie Demokratie in der „ehemaligen DDR“ ausgesehen haben muss!

28.01.2019