25.09.2019 - 09:10 Uhr
TrabitzOberpfalz

"Bewegtes Leben" hält gesund

„GeHiH“ geht ab: Mehr als 400 Mitglieder aller Altersgruppen haben sich bereits der Solidargemeinschaft für „erweiterte Nachbarschaftshilfe“ angeschlossen. Beim Mitgliedertreffen in Trabitz geht es vor allem um Bewegung im Alltag.

Tipps für mehr Bewegung im Leben geben die Bewegungstherapeuten Anne Droste und Oliver Welsner (von rechts) beim Mitgliedernachmittag der Seniorengemeinschaft "Generationen Hand in Hand". Mit dabei sind auch Elisabeth Gottsche (links) und Dieter Klein.
von Bernhard PiegsaProfil

Dass unter den rund 100 Besuchern des Mitgliedertreffens in der Trabitzer „Alten Säge“ auch zahlreiche interessierte „Noch-nicht-Mitglieder“ waren, freute insbesondere den zweiten Vorsitzenden der „Seniorengemeinschaft Generationen Hand in Hand“, Dieter Klein, der bis 2014 auch Bürgermeister von Trabitz war.

Im Alltag sind schmerzhafte Beweglichkeitseinschränkungen freilich gerade für ältere Menschen oft ein lästiger Begleiter, dem man aber mit Disziplin und einfachen Mitteln wirksam begegnen könne, hieß es. Worauf dabei zu achten ist, erklärten Physiotherapeut Oliver Welsner und Ergotherapeutin Anne Droste von der Steinwaldklinik Erbendorf, einem auf „geriatrische Rehabilitation“ spezialisierten Krankenhaus. Dieser Behandlungsschwerpunkt ziele darauf ab, vor allem mobilitätseingeschränkten Senioren Selbständigkeit und damit Lebensqualität zurückzugeben, erläuterte Welsner.

Eine Behandlung nach dem „Davos-Prinzip“ – „behandeln nur da, wo’s wehtut“ – greife in der Regel zu kurz, zumal Schmerzen oft vielschichtige Ursachen hätten. Doch auch „der beste Therapeut der Welt“ werde nichts erreichen, „wenn der Patient nicht mitspielt“: „Nur Bewegung bewirkt Veränderung, und es kommt darauf an, mit vollem Einsatz von Kopf und Körper gegen den Schmerz anzugehen.“ Doch müsse hierbei das richtige Maß gewahrt bleiben, riet Welsner: „Bewegen heißt nicht belasten, und vor allem muss ein Mensch in höherem Alter oder nach einer schweren Erkrankung nicht um jeden Preis anstreben, so leistungsfähig wie ein Jugendlicher zu sein.“

Bewegung sei nicht nur Training und Therapie, sondern auch Prävention: „Körperliche Aktivität wirkt aufbauend auf Körper und Geist, sie steigert Wohlbefinden und Lebenslust und wirkt Erkrankungen entgegen.“ Hierfür sei niemand je zu alt. Nachdrücklich forderte Oliver Welsner dazu auf, den Kindern den Spaß an der Bewegung nicht zu nehmen: „Lasst sie laufen, spielen, toben, und fahrt sie nicht ständig ‚elterntaximäßig‘ mit dem Auto überallhin.“ Es gelte auch hier das Sprichwort: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr." Wie man mit einfachen Übungen jederzeit etwas Gutes für sein Wohlbefinden tun kann, ließ Anne Droste die Besucher praktisch ausprobieren.

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