17.09.2021 - 13:26 Uhr
TrabitzOberpfalz

Coronapandemie wirkt sich auf pädagogische Arbeit von "Learning Campus" aus

Das pädagogische Konzept von "Learning Campus" erläutert Co-Geschäftsführer Stephan Müller dem CSU-Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht (links) im Beisein von Bürgermeisterin Carmen Pepiuk. Hierbei besucht der Parlamentarier auch das von der Gemeinde zu einer Jugendbetreuungsstätte umgebaute Meierhof-Hauptgebäude.
von Bernhard PiegsaProfil

Ein Ausgangspunkt und eine bis heute tragende Säule der Arbeit von "Learning Campus" sind die Ferienfreizeit-Angebote. Mit ihnen suche man eine „Gelenkfunktion zwischen Freizeit und Wissensvermittlung“ zu erfüllen, machte Co-Geschäftsführer Stephan Müller vor Besuchern deutlich. Im Vordergrund stehe dabei die Förderung von Sozialkompetenz durch Gruppenarbeit: ein Aspekt, der gerade in der Pandemie an Bedeutung gewinne. „Die Kinder lechzen nach Sozialkontakten, nach dem Austausch mit ihresgleichen, ja sogar nach Anfassen und Streiten“, merkte der Pädagoge an. Manche Mädchen und Buben, die in der coronageprägten Zeit eingeschult worden seien, müssten „die Grundfähigkeit des Zusammenarbeitens“ neu erlernen.

Nachdrücklich lobte Stephan Müller den Fortschritt bei der Erschließung der Gemeinde und weiter Teile der Nordoberpfalz für das schnelle Internet. Dies habe seinem Unternehmen erlaubt, unter den Corona-Ausnahmebedingungen reibungslos weiterzuarbeiten. Alles in allem, so Müller, sehe man in der Coronazeit aber eine Zeit vieler „Riesensprünge“ bei der Aufdeckung struktureller Schwächen im Unternehmen und bei der Effektivierung der Arbeit. Um neue Fachkräfte in „mobilitätsintensive“ ländliche Regionen zu holen, wünscht er sich die Sicherstellung der Pendlerpauschale, die Aufstellung von Ladesäulen für E-Fahrzeuge und die Schaffung eines leistungsfähigen Nahverkehrsangebots.

Gleichermaßen lakonisch wie herzlich lobte er beim Besuch des Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht die Rahmenbedingungen in Trabitz: „Dieser kleine Ort ist eine Rakete“ – ein Statement, über das sich Bürgermeisterin Carmen Pepiuk freute.

„Ich habe keine Allerweltsideen, sondern innovative und unkonventionelle Denkanstöße erwartet, und ich bin hierin nicht enttäuscht worden“, erklärte der CSU-Parlamentarier. Besonders interessierte sich Rupprecht, der im Bundestag dem Ausschuss für Bildung, Forschung und Technologiefolgenabschätzung angehört und die Arbeitsgruppe für Bildung und Forschung der Unionsfraktion leitet, freilich für das pädagogische Konzept, das "Learning Campus" in den 17 Jahren seines Bestehens zu einem vielseitigen Unternehmen mit 130 Mitarbeitern wachsen ließ.

 

 

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